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Nachdenklich: John Cryan, künftiger Chef der Deutschen Bank.  dpa-Archiv
Nachdenklich: John Cryan, künftiger Chef der Deutschen Bank. dpa-Archiv
25.05.2016

Schlechtere Noten für die Deutsche Bank

Die Deutsche Bank verliert bei Ratingagenturen weiter an Vertrauen. Am späten Montagabend deutscher Zeit senkte der US-Ratingriese Moody’s die Bonitätsnoten für Deutschlands größtes Geldhaus um jeweils eine Stufe. Die Bewertung für vorrangige, unbesicherte Verbindlichkeiten liegt nun mit „Baa2“ – nur noch zwei Stufen über Ramschniveau. Die Bonitätsnoten für langfristige Einlagen und für die Bank als Gegenpartei etwa im Derivategeschäft wurden von „A2“ auf „A3“ herabgesetzt.

Moody’s begründete die zweite Herabstufung in diesem Jahr mit steigenden Herausforderungen für den Dax-Konzern, den von Vorstandschef John Cryan angestoßenen Radikalumbau zu stemmen. Die Agentur verwies auf die zuletzt schwachen Quartalsergebnisse der Bank. Das anhaltende Zinstief und Unsicherheiten an den globalen Finanzmärkten setzten das Geldhaus weiter unter Druck.

Finanzvorstand Marcus Schenck erklärte in einer schriftlichen Stellungnahme: „Alle relevanten Ratings bleiben Investmentgrade. Und dort, wo es für unsere Kunden am wichtigsten ist, nämlich beim Einlagen- und Gegenpartei-Rating, bleiben sie im A-Bereich.“