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GZ-Chefredakteur Christian Jürgens (von links) mit den Schmuck-Studentinnen Laura Stachon, Johanna Seibert und Nora Kirschmeier sowie Professorin Christine Lüdeke. Foto: Moritz

„Schmuck hat Zukunft“ – Juwelierkongress in der Goldstadt

Pforzheim. „Print bleibt in ganzer Schönheit. Digital wird besser. Die Krisen gehen vorüber. Die Branche schafft die Transformation und startet spannende und anspruchsvolle Projekte“, diesen Wunschzettel hat Christian Jürgens, Chefredakteur der Goldschmiedezeitung (GZ) auf höchster Ebene mitten in der Goldstadt präsentiert: „Schmuck hat Zukunft.“

Veranstaltungsort war die Strandbar SP6 auf dem Dachgeschoss des Sparkassen-Parkhauses und rund 80 Vertreter aus der Uhren- und Schmuckindustrie kamen. Es geht schließlich um die Zukunft der Traditionsindustrie. Gefeiert wurde der zehnte Geburtstag des Verlags „Untitled“, in dem die „GZ“ erscheint.

Fast 1000 Juweliergeschäfte haben bundesweit in den vergangenen zehn Jahren geschlossen, sagte Jürgens. Reisen, Kleidung und Essen stünden höher in der Gunst der Verbraucher. Diskret, nachhaltig und authentisch müsse Luxus sein, um bei der jungen Generation zu punkten. Auch die Juweliere – viele noch immer ohne attraktiven Internetauftritt – müssten ihre Hausaufgaben machen. Mit dem von der Deutsche Schmuck und Uhren (DSU) in Kooperation mit dem Bundesverband der Juweliere ins Leben gerufenen Juwelierkongress, der vom 6. bis 8. Oktober in Pforzheim stattfindet, sollen diese Überlegungen vorangetrieben werden. Der Kongress ermöglicht der Industrie den direkten Austausch mit den Juwelieren. Er soll einen Brückenschlag zwischen Industrie und Handel bewirken, hofft DSU-Geschäftsführerin Christine Köhle-Wichmann. Für die Schmuckproduktion in Deutschland mit individuellen Produkten, eigenem Design und kreativem Vertrieb entstünden Chancen. Auch das neue „GZ“-Logo ist ein Schmuckstück, stellte Professorin Christine Lüdeke von der Hochschule Pforzheim fest. Die Studentinnen Laura Stachon, Johanna Seibert und Nora Kirschmeier haben sich der kreativen Verbindung der Buchstaben „G“ und „Z“ gewidmet. Während eines Semesterprojekts entstanden so Armreif, Halsketten und Ohrringe, deren Entstehung über eine „GZ“-App interaktiv nachverfolgt werden kann.

Lothar Neff

Lothar Neff