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Treten gemeinsam ein für den Klimaschutz: Wettermoderator Jörg Kachelmann (links) und der Pforzheimer Dachdeckermeister Oliver Bihler.  Blumenröder
Treten gemeinsam ein für den Klimaschutz: Wettermoderator Jörg Kachelmann (links) und der Pforzheimer Dachdeckermeister Oliver Bihler. Blumenröder
12.02.2016

Schweizer Wetterexperte und Pforzheimer Unternehmer auf Messe „Dach und Holz“

In Wettermoderator Jörg Kachelmann hat Dachdeckermeister Oliver Bihler einen Verbündeten: Auf der Fachmesse „Dach und Holz“ (2. bis 5. Februar) entdeckten der Pforzheimer Inhaber der Bihler GmbH und der Schweizer, dass sie beim Klimaschutz dieselbe Sprache sprechen. „Vom Club of Rome bis zu Jörg Kachelmann warnen alle Experten vor der Klimaerwärmung“, sagt Bihler, der seinen Betrieb 1983 gegründet hat.

Für die nur alle vier Jahre auf den Fildern stattfindende Fachmesse hatte die Branchen-Innung den illustren Schweizer zur Unterstützung eingeladen. Denn die Botschaft der Dachdecker lautet: Unsere Branche schützt das Klima. Der Wettermoderator hörte gespannt der Rechnung zu, die Bihler anhand von Zahlen des Bundesamtes für Umweltschutz aufmachte: Jeder Quadratmeter sanierter Dachfläche spart pro Jahr 18 Kilowattstunden (kWh) Energie ein. Weil ein Dachdecker im Schnitt 920 Quadratmeter Dachfläche pro Jahr saniert, kommt er auf eine Ersparnis von 16 560 Kilowattstunden pro Jahr. Der Pforzheimer folgert daraus, dass er mit seinen 28 Dachdeckern demnach 463 680 Kilowattstunden jährlich einspare. Das entspricht einer Emission von 128,8 Tonnen Kohlendioxid, das den Treibhauseffekt und die Klimaerwärmung hervorrufe.

Zum Vergleich: Jeder Bundesbürger verursacht laut Club of Rome 8,5 Tonnen CO2 pro Jahr. Die Firma Bihler, deren Kunden vorwiegend Privatleute sind, saniert rund 800 Objekte pro Jahr.

„Die Zahlen zeigen, dass die Dachdecker bislang zu wenig wahrgenommen wurden“, fand Kachelmann. Sanierungsbedürftig seien im Schnitt ein Steildach nach 40 und ein Flachdach nach 30 Jahren, erklärte Bihler. Energetisch bilde das Dach mit 30 Prozent Einsparpotenzial vor der Fassade mit 20 Prozent den größten Effizienzhebel. Die verbleibende Hälfte teilen sich beispielsweise Heiztechnik und Fenster.

Statistisch spare jede Dachsanierung mit im Schnitt 195 Quadratmetern Fläche nach Branchenangaben 4,7 Tonnen CO2 pro Jahr. Einen erneuerten Quadratmeter kalkuliert Bihler beim Steildach mit netto 120 Euro, beim Flachdach mit 180 Euro.