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20.05.2009

Sedanplatz näher an die City binden

Großer Bahnhof am Sedanplatz: Oberbürgermeisterin Christel Augenstein ist mit dem Ersten Bürgermeister Roger Heidt gekommen, um einer Delegation von Händlern rund um den Sedanplatz gute Nachrichten zu verkünden. Nach Klagen der Geschäfte über einen starken Umsatzrückgang als Folge der Baustelle am Turnplatz hat die Stadt mit einer geänderten Verkehrslenkung reagiert. Und OB Augenstein will noch mehr für das Shopping-Quartier tun. Unter anderem soll es stärker an die City angebunden werden.

Wo sich vor kurzem noch der Umleitungsverkehr ewig lange staute, fließt er nun besser. Die Kunden können zurückkommen. Die Stadt ging dabei zu einem großen Teil auf die Vorschläge der Sedanplatz-Händler ein, die das Linksabbiegen von der Umleitungsstrecke Bleichstraße auf die Zerrennerstraße verbessern wollten. Jetzt kann von der Zerrennerstraße nicht mehr nach links in Richtung Sedanplatz abgebogen werden, aber dafür fließt der Umleitungsverkehr schneller ab, was die Staugefahr am Sedanplatz verringert. Gleichzeitig besteht jetzt über die Jahnstraße und Weiherstraße die Möglichkeit, in das Stadtquartier zu fahren.

Horst Lenk, Vizepräsident des deutschen Einzelhandelsverbands, gab zu bedenken, dass es schon genug Straßenbaustellen in Pforzheim gebe. Für den Kunden dürfe die Erreichbarkeit insbesondere der Innenstadt nicht unter den Bauarbeiten leiden. Heidt konnte versichern, dass gerade an der umstrittenen Turnplatz-Baustelle nun auch samstags gearbeitet werde, um den Zeitplan der Fertigstellung nach Möglichkeit zu verkürzen. Aber nicht alle den Verkehr behindernden Baustellen würden seinem Einfluss unterliegen. Und die OB legte nach: Die Baustelle am Turnplatz sei nötig und unabänderlich gewesen, auch wenn manche Bürger jetzt mit den Folgen zu kämpfen hätten.

In naher Zukunft, so wünscht es sich Christel Augenstein, könnte die Nahtstelle zwischen Innenstadt und Sedanplatz an der Rossbrücke durch kleinere bauliche Maßnahmen wie Fahnen oder ein geschmücktes, stilisiertes Eingangstor aufgewertet werden. Dies solle nicht nur dazu dienen, auf das Shopping-Quartier hinzuweisen, sondern es auch enger mit dem wirtschaftlichen Treiben in der City zu verzahnen.

Karlheinz Pfeiffer vom „Musikhaus Schlaile“ begrüßt den Wunsch der OB nach einer baulichen Akzentuierung seiner Umgebung. Seit einigen Jahren schon fühlen sich nämlich viele Einzelhändler rund um den Sedanplatz vom innerstädtischen Treiben abgetrennt. Immer wieder gab es Klagen über mangelnde Kommunikation und Kooperation, was dazu geführt hat, dass die Sedanplatz-Händler mit eigenen Marketingideen aktiv geworden sind. Das wollen sie auch weiterhin tun mit der Aktion „Wir sind dabei“. Zugleich freut sich Pfeiffer über die schnelle Unterstützung aus dem Rathaus bei der veränderten Verkehrsführung und über die Torbau-Pläne der Oberbürgermeisterin.