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Schmieden motiviert weitere Gründer-Pläne (von links): Daniel Stenta, Inhaber von Lila Krone, und Fabian Böhm, Inhaber der Böhm-Hörakustik. Foto: Warzecha
Schmieden motiviert weitere Gründer-Pläne (von links): Daniel Stenta, Inhaber von Lila Krone, und Fabian Böhm, Inhaber der Böhm-Hörakustik. Foto: Warzecha
20.11.2015

Sparkasse Pforzheim Calw, Handwerkskammer und IHK Nordschwarzwald: „Rund-um-Paket“ für Existenzgründer

„Alles, was aus Pforzheim kommt, ist Gold“, beschreibt Daniel Stenta das Gefühl, das ihn mit Pforzheim verbindet. Stenta ist nicht nur zusammen mit seinem Bruder Christian Inhaber des Unternehmens „Lila Krone“, sondern war am vergangenen Donnerstag auch Teilnehmer an Veranstaltungen und Diskussionen rund um den Gründertag 2015 im Sparkassenturm. Rebekka Sanktjohanser und Anja Maisch, Gründungsberaterinnen in der Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald (IHK), und Jörg Fuchs, betriebswirtschaftlicher Berater in der Handwerkskammer Karlsruhe, Außenstelle Pforzheim, unterstützten auch dieses Mal Melita Klink, Leiterin des GründerCenters der Sparkasse Pforzheim Calw, bei der Veranstaltung. Zusammen mit Referenten und Experten wie der Agentur für Arbeit, des EMMA-Kreativzentrums Pforzheim und der Innotec Pforzheim boten sie den rund 60 Existenzgründern ein umfassendes Programm, bestehend aus Vorträgen, Präsentationen und abschließendem Erfahrungsaustausch.

Rebekka Sanktjohanser und Anja Maisch stellten den Gründern das Onlinetool „Gründungswerkstatt Nordschwarzwald“ vor, mit Hilfe dessen Gründer Zahlen und Fakten ihres Businessplanes eingeben und den Plan damit auf seine Tauglichkeit hin testen können. „In der Phase der Erstellung eines Businessplans würde es ohne die Handwerkskammer gar nicht gehen“, sagt Fabian Böhm, Hörgeräteakustiker-Meister aus Keltern, der Inhaber eines Fachgeschäfts in der Goethestraße ist. Man müsse mit dem richtigen Geist am richtigen Platz sein, sagt Böhm, und wendet aber ein, dass es ohne genügend Startkapital, zum Beispiel von einer der Wirtschaftsbanken wie der KfW-Bank, gar nicht möglich sei, sich selbstständig zu machen. Inzwischen sucht er bereits neues Fachpersonal und möchte seine Homepage um Social Media-Aktivitäten erweitern.

Die Mischung aus 50 Prozent stimmigen Konzepts zusammen mit 50 Prozent stimmiger Persönlichkeit steigere zudem die Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, betont Jörg Fuchs. „Ein idealer Gründer hat mehrjährige Berufserfahrung in der Branche, in der er sich selbstständig machen möchte. Der Gründer oder die Gründer verfügen über ein gutes Netzwerk, idealerweise über Eigenkapital und ein interessantes auf Wirtschaftlichkeit hin ausgerichtetes Konzept“, fasst Fuchs zusammen. „Wirtschaftlichkeit“ bedeute konkret 20 Prozent Quote und entsprechenden Gründergeist. Diesen hat Daniel Stenta. Zusammen mit seinem Bruder Christian verkauft er im Direktvertrieb über einen Online-Shop nicht nur eigens in einer externen Manufaktur in Königsbach hergestellte, sogenannte „Wedding Pens.“ Schon mit elf Jahren wuchs in ihm der Wunsch, sich einmal zusammen mit seinem Bruder selbstständig zu machen. Mittlerweile sind die Idee sechs und das Unternehmen drei Jahre alt und Stenta immer noch optimistisch. In drei bis fünf Jahren möchte er 1000 Schreibgeräte im Monat verkaufen und den Gründerpreis gewinnen.

Nicht nur das: Stenta vertraut bei der Führung seines Unternehmens auf die auch von Fuchs gelobte Lebens- und Berufserfahrung und möchte weiter darin wachsen, um gute unternehmerische Entscheidungen treffen und irgendwann eine Marketingfachkraft einstellen zu können. Motiviert wird er dabei immer wieder von Vorbildern wie Carl Benz.

„Was meinen Sie, wie oft der hingefallen ist und was wäre gewesen, hätte seine Frau Bertha ihn nicht aufgefangen?“

www.lilakrone.de