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Kooperation der Generationenmanager (von links): Stefan Saile, Matthias Beiser und Vorstandsmitglied Sieghardt Bucher (Sparkasse) sowie Thomas Vogel und Frank-Johannes Lemke (Caritas).
Kooperation der Generationenmanager (von links): Stefan Saile, Matthias Beiser und Vorstandsmitglied Sieghardt Bucher (Sparkasse) sowie Thomas Vogel und Frank-Johannes Lemke (Caritas).
12.02.2016

Sparkasse und Caritas raten zum Erstellen einer Betreuungsverfügung

Wie und wo will ich im hohen Alter gepflegt werden? Wer soll meine Interessen vertreten, wenn ich krankheitsbedingt nicht dazu in der Lage bin? Wer soll bestimmt werden, meine Vermögensverwaltung zu übernehmen? Diese und weitere wichtige Fragen können nicht erst beantwortet werden, wenn der Fall der Fälle eingetreten ist: Unfall, Schlaganfall, Demenz oder dergleichen Schicksalsschläge, die einem Menschen das eigenständige Handeln rauben. Indes: Tod, Krankheit und Erbschaft werden oft verdrängt, weiß Frank-Johannes Lemke, Geschäftsführer von Caritas e.V. Pforzheim. Wichtig sei es für jeden Menschen – ganz gleich ob arm oder reich –, mit einer Betreuungsverfügung seine Interessen im Voraus abzusichern.

Lemke bezeichnete deshalb die am Donenrstag vorgestellte Partnerschaft zum Thema Generationenmanagement zwischen der Sparkasse Pforzheim Calw einerseits sowie Caritas Pforzheim und Diakonieverband im Landkreis Calw andererseits euphorisch als Quantensprung: „Hier wird eine Lücke geschlossen“, so Lemke. Wirtschaft und Soziales seien zusammengebracht worden.

Für die Sparkasse bedeutet die Kooperation eine Ergänzung ihres Drei-Säulen-Konzepts, das den Kunden bisher schon die Dienstleistungen Nachfolge- und Zukunftsplanung sowie Testamentsvollstreckung und Stiftungen bot. Mit der Betreuungsverfügung sei nun ein weiterer wichtiger Bereich hinzugekommen, erklärte Vorstandsmitglied Sieghardt Bucher.

Der Ablauf: In einem Ersttermin wird der konkrete Kundenbedarf ermittelt. Für das Zweitgespräch wird der entsprechende Netzwerkpartner – also beispielsweise der Caritas-Betreuungsverein – mit an den Tisch geholt. In einem Vertrag wird der Betreuungsverein als potenzieller Betreuer für die persönliche Sorge festgelegt. Die Sparkasse erhält mittels einer Vollmacht die Vermögenssorge im Betreuungsfall.