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Kunden sollten genau hingucken, wie viel das Girokonto kostet. Foto: dpa-Archiv
Kunden sollten genau hingucken, wie viel das Girokonto kostet. Foto: dpa-Archiv
23.08.2017

Stiftung Warentest: Banken kassieren teils absurde Gebühren

Berlin. Weil sich Strafzinsen bei Privatkunden schwer durchsetzen ließen, werde mit viel Kreativität dort kassiert, wo es leicht gehe: beim Girokonto. Das sagen die Verbraucherschützer von Stiftung Warentest und nahmen 231 Kontomodelle von bundesweit 104 Instituten unter die Lupe. Nur in 23 Fällen seien die Konten kostenlos „ohne Wenn und Aber“, heißt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“.

In anderen Fällen müssen Kunden demnach etwa beim Geldabheben am Automaten Gebühren zahlen, wenn sie diesen Service außerhalb der Filialöffnungszeiten nutzen. Häufig wird zudem derjenige zur Kasse gebeten, der am Schalter eine Überweisung einreicht anstatt diese selbst online zu tätigen. Und auch die Girocard, die für das bargeldlose Bezahlen im Einzelhandel ebenso notwendig ist wie für das Geldabheben am Bankautomaten, lassen sich etliche Institute mit bis zu 15 Euro im Jahr teuer bezahlen.

Für Kunden sei es schwer, „den Wust neuer und alter Gebühren zu durchblicken“, bilanzieren die Tester. Wer aber jährlich inklusive Kosten für die Kreditkarte mehr als 60 Euro für sein Girokonto zahle, sollte sich ein neues Konto suchen, rät die Stiftung Warentest. Dazu müsse man mitunter nicht einmal die Bank wechseln, sondern nur das Kontoangebot.