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SWP-Chef Herbert Marquard (links) überreicht Patrick Stöber das Öko-Zertifikat. Foto: Moritz
SWP-Chef Herbert Marquard (links) überreicht Patrick Stöber das Öko-Zertifikat. Foto: Moritz
12.07.2019

Stöber Antriebstechnik setzt auf Einsatz von Ökogas

Pforzheim. Für die Pforzheimer Firma Stöber war Energieeffizienz schon immer bedeutsam. Schon 1943 entwickelten Paul und Wilhelm Stöber einen verstellbaren Antrieb für die Drehzahlanpassung von Maschinen in Fertigungsbetrieben. Damit wurde es möglich, die Bearbeitungsgeschwindigkeit individuell auf den Arbeitsplatz anzupassen.

Die Stöber Antriebstechnik übernimmt jetzt auch eine Vorreiterrolle beim Thema CO2-neutrale Nutzung von Ökogas. Die Belieferung durch die Stadtwerke Pforzheim (SWP) führt zu einer ausgeglichenen Klimabilanz des Unternehmens. Neben Ökostrom nutzt das Unternehmen seit Anfang des Jahres auch klimaneutrales Ökogas in ihren regionalen Betriebsstätten, wo 550 Mitarbeiter tätig sind.

„Wir freuen uns, dass die Firma Stöber das erste Unternehmen in unserer Region ist, das dieses Zertifikat für sein Engagement erhält“, sagte SWP-Chef Herbert Marquard bei der Übergabe des Ökogas-Zertifikats.

Geschäftsführer Patrick Stöber sieht sich dabei in einer gesellschaftlichen Verantwortung. „Wir legen größten Wert auf ausgezeichnete Produkte, zufriedene Mitarbeiter und eine möglichst ressourcenschonende Energieverwendung.“ Diese und weitere Auszeichnungen, die man in den vergangenen Jahren erhalten habe, seien laut Stöber nicht nur für das Unternehmen ein Aushängeschild nach außen, sondern „sie führen zudem in der Belegschaft zu einer höheren Motivation, da jeder Mitarbeiter auf sein Unternehmen zu Recht stolz sein kann“. In Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeitsagentur KlimaInvest Green Concepts aus Hamburg und dem TÜV Nord werden CO2-Emissionen, die durch Heizungsanlagen und Produktionsprozesse bei der Erdgasgewinnung entstehen, berechnet. Durch die Investition in zertifizierte Klimaschutzprojekte werden diese CO2-Emissionen klimawirksam ausgeglichen. Damit sei das eingesetzte Ökogas zu 100 Prozent klimaneutral, so Marquard. Durch den Bezug von klimaneutralem Ökogas leiste Stöber einen Beitrag zum Klimaschutz. In diesem Fall mit einem Förderprojekt im Ruhrgebiet. Eine Begleiterscheinung des Kohleabbaus ist das Austreten von Gasen wie Methan, Schwefeldioxid und CO2. Die klimaschädigende Wirkung von Methangas sei 21-mal höher als die von CO2, ergänzt Marquard. Die klimaschädlichen Gase werden aufgefangen und in Blockheizkraftwerken vor Ort zu Ökostrom umgewandelt.