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Querschnitt aus der Präzisionsteilefertigung à la Lillich. Eppelt
Querschnitt aus der Präzisionsteilefertigung à la Lillich. Eppelt
Zum Firmenjubiläum der Willy Lillich GmbH in Straubenhardt nahmen am Freitag Kunden an einer Betriebsführung teil. Links: das Geschäftsführer-Geschwisterpaar Elke und Gerhard Lillich.
Zum Firmenjubiläum der Willy Lillich GmbH in Straubenhardt nahmen am Freitag Kunden an einer Betriebsführung teil. Links: das Geschäftsführer-Geschwisterpaar Elke und Gerhard Lillich.
16.09.2016

Straubenhardter Firma Lillich feierte ihr 50-jähriges Bestehen.

Kundentreue gilt als eine der besten Referenzen für die erfolgreiche Arbeit eines Betriebs. Das Straubenhardter Familienunternehmen Willy Lillich GmbH beliefert einige namhafte Firmen seit seiner Gründung vor 50 Jahren. Zu den Abnehmern zählen heute Namen wie Bosch, Behr, Mahle und Mercedes (Daimler) sowie renommierte Produktionsbetriebe in Pforzheim und im Enzkreis – um nur einige zu nennen.

Kundentreue gilt als eine der besten Referenzen für die erfolgreiche Arbeit eines Betriebs. Das Straubenhardter Familienunternehmen Willy Lillich GmbH beliefert einige namhafte Firmen seit seiner Gründung vor 50 Jahren. Zu den Abnehmern zählen heute Namen wie Bosch, Behr, Mahle und Mercedes (Daimler) sowie renommierte Produktionsbetriebe in Pforzheim und im Enzkreis – um nur einige zu nennen. Das Unternehmen ist vor allem in Deutschland aktiv. Den kleineren Anteil des Exportgeschäfts belegen Länder wie Österreich, die Schweiz und – in geringerem Umfang seit 25 Jahren – die USA.

Die Geschäftstätigkeit: Drehen, Fräsen, Schleifen. „Wir sind ein Dienstleister“, sagt Geschäftsführer Gerhard Lillich. Soll heißen: Der Kunde kommt mit konkreten Vorstellungen und Plänen. Lillich setzt sie mit einem engagierten Fachkräfte-Team präzise und termingerecht um. In welchen Endprodukten ist die Straubenhardter Präzisionstechnik zu finden? Im Prinzip in keiner. Denn: Lillich fertigt Teile für jene Maschinen und Werkzeuge, mit denen die Massenproduktion erst möglich ist. Es gibt Ausnahmen wie diese: die Schwenkeinheit eines Hochleistungs-Teleskops in Spanien, bestückt mit Lillich-Hightech, ermögliche es, „dass man noch präziser den Sternenhimmel beobachten kann“, erklärt Gerhard Lillich. Und Geschäftsführerin Elke Lillich ergänzt: „Durch unsere Präzisionstechnologie tragen wir zur Herstellung höchst anspruchsvoller Produkte bei.“ Beispiele: Maschinenbauteile wie Spindeln oder Wellen. Lagerungen, Profilrollen für die Umformtechnik, Roboterkomponenten in der Automatisierungstechnik oder filigrane Bauteile für die Medizintechnik. Automotive, Maschinenbau und Medizin sind die Kernbranchen, die von Lillich beliefert werden.

Die Umsatzentwicklung sei stabil. Im vergangenen Jahr habe es eine Steigerung von knapp sechs Millionen auf 6,3 Millionen Euro gegeben. Die Prognose der beiden Geschäftsführer im Jubiläumsjahr ist optimistisch: Durch das Vordringen der Präzisionstechnologie in immer neue Dimensionen ergäben sich „hervorragende Wachstumspotenziale“.

Insbesondere im Bereich Schleifen habe das Enzkreis-Unternehmen hohe Reputation. Lillich gelte in diesem Segment als einer der größten Qualitätsbetriebe in einem Umkreis von rund 100 Kilometern. „Wir arbeiten im mü-Bereich, sagt der Geschäftsführer und erklärt, dass es sich bei dieser Größenordnung um etwa den 40. Teil eines menschlichen Haares handele. In derartigem Know-how sowie in der immensen Fertigungstiefe und der zunehmenden Innovationsfunktion mit dem Fokus auf Prozessoptimierung sieht die Geschäftsleitung den Schlüssel dafür, dass sich das Unternehmen „zu einem führenden Zulieferer von Präzisionstechnolgie, Komponenten und Dienstleistungen entwickelt hat“ – vor allem in attraktiven Wachstumsmärkten. Auf jeden der 45 Mitarbeiter kommt eine Maschine. Das war nicht immer so. In fast klassischer Gründermanier hat der gelernte Mechaniker Willy Lillich (geboren 1928) im Jahr 1966 den Grundstein für das Unternehmen in einer Garage in Schwann gelegt. Anfangs teilte er sich mit einem Beschäftigten die Arbeit an der einzigen Maschine – Lillich in der Nachtschicht, der Mitarbeiter am Tag. Nach einem halben Jahr konnte in eine zweite Maschine investiert werden, erinnern sich die Geschwister Elke und Gerhard Lillich – beide geschäftsführende Gesellschafter – an die Anfänge ihres Vaters.

Am Freitag, gut fünf Jahrzehnte später, feierten Geschäftsleitung und Mitarbeiter das Jubiläum gemeinsam mit ihren Kunden in der neu eröffneten Erlebnisarena „Lilli‘X – Book a Cook“ in Straubenhardt. Festredner: Landrat Karl Röckinger, Bürgermeister Helge Viehweg, IHK-Hauptgeschäftsführer Martin Keppler und CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum. Impulsredner: Ex- Fifa-Schiedsrichter Markus Merk.