nach oben
Nach dem abgesagten Streik der Fluglotsen herrschte unter den Passagieren am Baden-Airpark Verwirrung.
Nach dem abgesagten Streik der Fluglotsen herrschte unter den Passagieren am Baden-Airpark Verwirrung. © Symbolbild: dpa
09.08.2011

Streik abgesagt: Verwirrung am Baden-Airport

Stuttgart/Karlsruhe/Friedrichshafen (dpa/lsw) - Erleichterte Passagiere an den Flughäfen: Die Absage des Streiks der Fluglotsen ließ im Südwesten fast alle Starts und Landungen wie geplant zu. Allerdings hatten einige Passagiere schon die Hoffnung auf pünktliche Flüge aufgegeben.

So sorgte am Baden-Airport der abgesagte Ausstand für Verwirrung. 120 Passagiere eines Ferienfliegers nach Rhodos warteten mehr als zwei Stunden in der Maschine auf den Start, bestätigte eine Sprecherin des Flughafens Informationen des SWR. Die Maschine startete erst, nachdem 14 Nachzügler eingecheckt hatten.

Der Reiseveranstalter hatte laut Flughafen-Sprecherin in diesem Fall nicht rechtzeitig informiert, dass der Griechenland-Flug doch zur geplanten Zeit - rund fünf Stunden vorher - von der Startbahn rollt. Die Reisenden seien davon ausgegangen, dass ihr Flug wegen des Streiks erst gegen Mittag abgefertig werde.

In Stuttgart wurde die Ausnahmegenehmigung für besonders frühe Starts nicht gebraucht. Um die Auswirkungen für Passagiere abzumildern, sollten einige Flüge auf vor sechs Uhr vorgezogen werden. Die Fluggäste dieser Maschinen mussten nun etwa eine halbe Stunde an den Terminals warten bis ihre Maschinen planmäßig abhoben, sagte der Flughafen-Sprecher.

Am Flughafen in Friedrichshafen konnten alle Maschinen rechtzeitig abgefertig werden, sagte der Geschäftsführer des Flughafens Friedrichshafen, Hans Weiss. Dank der ständig in der Nacht aktualisierten Internetseite sei es zu keinen Komplikationen gekommen. Im Falle eines Streiks wären die Urlaubsflüge um die „Streikzone“ herum über den Schweizer Luftraum geleitet worden.

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hatte in der Nacht zum Dienstag den Schlichter angerufen. Mit der Schlichtung begann die Friedenspflicht, die einen möglichen Streik um mehrere Wochen verschiebt. Als Schlichter steht der von den Arbeitgebern benannte Münchner Arbeitsrechtler Volker Rieble fest.