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Die Beschäftigten der Schmuck- und Edelmetall-Industrie in Baden-Württemberg erhalten vom 1. Oktober an 3,4 Prozent mehr Geld.
Die Beschäftigten der Schmuck- und Edelmetall-Industrie in Baden-Württemberg erhalten vom 1. Oktober an 3,4 Prozent mehr Geld. © dpa
24.06.2013

Tarifabschluss für Schmuck- und Edelmetall-Industrie

Das erzielte Tarifergebnis sieht vor: In einem ersten Schritt erhalten die Beschäftigten ab 1. Oktober  2013 3,4 Prozent mehr Geld. Um weitere 2,2 Prozent steigen die Entgelte dann ab 1. August 2014. Für die Monate August und September werden die alten Entgelttabellen fortgeschrieben. Der Tarifvertrag hat eine Gesamtlaufzeit von 20 Monaten.

Des Weiteren wurde eine Gesprächsverpflichtung unterschrieben, demnach die Tarifvertragsparteien im Herbst über Gespräche u. a. zu folgenden Themen eintreten:

Alterssicherung, Zuschlag Nachtarbeit, Leistungszulage.

Verhandlungsführer Viktor Mendel von der Arbeitgeberseite: „Angesichts der 2 Nullmonate und der langen Laufzeit, die den Betrieben die notwendige Planungssicherheit gibt, können wir mit dem Verhandlungsergebnis leben. Da wir mit der IG Metall im Herbst über die weiteren Themen konstruktiv in Gespräche eintreten wollen, wollten wir in der Entgeltrunde zu einer zügigen Lösung ohne Zuspitzungen kommen.“

Walter Beraus, Verhandlungsführer von der IG Metall-Bezirksleitung: „Die zwei Null Monate tun uns richtig weh. Angesichts der konjunkturellen Entwicklung wäre uns auch eine kürzere Laufzeit lieber gewesen. Insgesamt ist der Abschluss aber akzeptabel, da nicht nur ein Inflationsausgleich sondern auch ein Mehr an Kaufkraft erzielt werden konnte. Die Tabellenwerte steigen immerhin im Zeitraum um 5,6 Prozent. Des Weiteren ist positiv hervorzuheben, dass es mit diesem Tarifabschluss keine betrieblichen Öffnungsklauseln gibt.“