nach oben
Mit der Oculus-Brille besichtigt Simon Velthuis eine vom Computer simulierte Wohnung. Edel
Mit der Oculus-Brille besichtigt Simon Velthuis eine vom Computer simulierte Wohnung. Edel
Akteure des Technologieforums (von links): Peter Schellhorn (M+M), Christoph Runde (Virtual Dimension Center), Dennis Rosenau (M+M), Christian Frahm (filmspiel), Matthias Lange (M+M) und Kevin Lindauer (WSP).  Seibel
Akteure des Technologieforums (von links): Peter Schellhorn (M+M), Christoph Runde (Virtual Dimension Center), Dennis Rosenau (M+M), Christian Frahm (filmspiel), Matthias Lange (M+M) und Kevin Lindauer (WSP). Seibel
3D-Artist Stefanie Braun ersetzt die Schneiderin: Kleiderproduktion am PC.   BPress
3D-Artist Stefanie Braun ersetzt die Schneiderin: Kleiderproduktion am PC. BPress
ähglökgäghlökdäfghlkdäfghlkdäflg fdgh#ödflgh#däöflgh#däghlö#dfäähjlkf  Edel
ähglökgäghlökdäfghlkdäfghlkdäflg fdgh#ödflgh#däöflgh#däghlö#dfäähjlkf Edel
04.12.2015

Technologieforum in Kooperation mit neuem „Netzwerk IT + Medien“

Ivelina Nedyalkova nennt sich 3D-Artist. Sie lädt von ihrem Rechner ein matt-graues, gesichtsloses Automobil auf den Bildschirm. Die Felgen des Fahrzeugs sind eine Einheitsfläche ohne Konturen, ebenso die Front und die Scheiben. Dann beginnt Nedyalkova via Grafiktablett mit der Automobil-Visualisierung.

Die 3D-Artistin verpasst dem Fahrzeug eine glänzende schwarze Lackierung, montiert mit dem Grafikstift vier sportliche Felgen, gibt dem Kühlergrill sein firmentypisches Aussehen und setzt Lichteffekte auf Dach, Motorhaube und Seitentüren – Effekte, wie sie auch bei einer realen Fotoaufnahme entstehen. Noch einen Hintergrund dazu und fertig ist das Audi-Modell für die Prospekt-Präsentation.

Und wenn der Kunde ein andersfarbiges Fahrzeug wünscht, das sich in einer 3D-Animation von allen Seiten betrachten lässt – das Ganze noch mit einem beeindruckenden Musikteppich unterlegt –, auch das ist problemlos mit CGI möglich. Computer Generated Imagery heißt das Wunderwerk, das ein komplettes Fotostudio ersetzen kann. Der Begriff steht für 3D-Computergrafiken wie sie beispielsweise in Filmen und in der Werbung eingesetzt werden.

Mehrere CGI-Anwendungsbeispiele gab’s beim Pforzheimer Technologieforum im Haus des Mediendienstleisters Meyle + Müller (M+M) und Apollon in Pforzheim zu sehen. Es war die erste gemeinsame Veranstaltung mit dem neu gegründeten „Netzwerk IT + Medien“ des städtischen Eigenbetriebs WSP - Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim. Dritter Veranstaltungspartner war das Virtual Dimension Center (VDC) Fellbach, das nach eigenen Angaben führende Kompetenznetzwerk für Virtuelles Engineering in Deutschland.

Das Thema des Forums, Virtual Reality im Marketing, interessierte unter anderem auch Teilnehmer von Firmen wie Daimler und Porsche sowie Doduco. Wie VDC-Geschäftsführer Christoph Runde sagte, biete die Technologie ungeahnte Möglichkeiten im Marketing-Mix. Beispiele: Konfiguration eines Pkw-Sondermodells für eine bestimmte Kundenzielgruppe; Web-Kommunikation mit Animationen, Kamerafahrten und dergleichen; einen virtuellen Supermarkt eröffnen; oder den Betrieb von Produkten vorführen, die real noch gar nicht existieren – etwa Textil-Kollektionen.

Auch zu Letzterem präsentierte Meyle + Müller seine Kompetenz an einer Live-Station. Dort zog 3D-Artist Stefanie Braun virtuelle Schnittmuster-Teile eines Kleides über ein digitales Model. Die Einzelteile wurden vom Computer zusammennäht, Stefanie Braun gab dem Textil noch eine trendige Farbe, einen natürlichen Faltenwurf und setzte entsprechende Lichteffekte. Fertig war das Kleid. Vorteil: Ein Unternehmen kann vor der realen Herstellung testen, welche Farben beim Kunden ankommen. Teure Fehlproduktionen werden dadurch vermieden.

An der VR-Station (Virtual Reality) gab’s die Oculus-Brille. Sie vermittelt dem Träger, sich in einer realen Umgebung zu bewegen – bei Meyle + Müller konnte eine virtuelle Wohnung besichtigt werden. Sinn dieser Technologie: Verbraucher können ihr neues Auto testen, Chirurgen haben die Möglichkeit Operationen zu trainieren – und vieles mehr.