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So schön kann Urlaub in Baden-Württemberg sein: Ein Segelboot auf dem Bodensee. Foto: Kästle
So schön kann Urlaub in Baden-Württemberg sein: Ein Segelboot auf dem Bodensee. Foto: Kästle
31.07.2015

Tourismusbranche zufrieden mit dem Sommer

Stuttgart/Freiburg/Konstanz. Ausgebuchte Ferienwohnungen, volle Betten, reges Interesse an Freizeit- und Kulturangeboten: Die Tourismusverbände in Baden-Württemberg sind hochzufrieden mit der bisherigen Saison. In den ersten fünf Monaten hätten die Übernachtungen und Ankünfte im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, sagte Verena Albrecht von der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg. „Wenn der Sommer so bleibt wie bislang, sieht es gut aus.“ Der Südwesten locke auch zunehmend mehr Gäste aus dem Ausland. „Das ist unser Wachstumsmotor“, so Albrecht.

Wolfgang Weiler von der Schwarzwald-Tourismus-Gesellschaft in Freiburg sagte: „Wir haben voraussichtlich ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.“ Zwar gebe es noch keine genaue Statistik. „Aber wir hatten schon bis Mai eine gute Vorlage und rechnen damit, dass wir das durchziehen können.“ Dennoch gebe es immer Luft nach oben: „Man wird immer noch irgendwo ein Zimmer finden.“

Ähnlich gut ist die Lage am Bodensee: „Der Sommer läuft nach unserer Einschätzung auf konstant hohem Niveau“, sagte ein Sprecher der Internationalen Bodensee-Tourismus GmbH. 2014 sei ein „Bombenjahr“ gewesen und die Zahlen bis Mai 2015 hätten das sogar noch getoppt. „Jetzt hoffen wir auf einen guten Herbst.“

Dabei spiele das Wetter gar keine allzu große Rolle: „Wir merken, dass viele Angebote wetterunabhängiger werden“, sagte der Sprecher. So habe es beispielsweise einen deutlichen Zuwachs bei kulturellen Angeboten gegeben. „Der Bodensee ist nicht nur ein reines Sommer-Sonne-Ziel, das geht darüber hinaus.“ Viele Besucher kämen auch wegen des Genusses: „Hier wird regionale Küche vom Feld auf den Teller serviert.“

Für den Anstieg der ausländischen Touristen im Südwesten seien die Gründe vielfältig, unter anderem das Verhältnis des Euro zu anderen Währungen, sagte Albrecht. Baden-Württemberg profitiere beispielsweise vom hohen Franken. „Die Schweiz ist vielen im Moment zu teuer.“

Die Verbände setzen daher verstärkt auf internationales Marketing. Im Schwarzwald kommen laut Weiler rund 28 Prozent der Touristen nicht aus Deutschland. Am Bodensee sind es 10,5 Prozent. „Wir machen mehr Werbung im Ausland“, sagte auch der Sprecher des dortigen Verbands. Ein Schwerpunkt des Marketings sei die Nebensaison: „Da sehen wir noch Potenzial und richten unsere Marketingmaßnahmen darauf aus.“