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Besuch aus Pforzheim auf der Baselworld (von links): Paul Günther (Jugendgemeinderat), Alexander Weber (Goldstadt 250), Reiner Müller (WSP), Jubiläumskoordinator Gerhard Baral; BV Schmuck+Uhren- Geschäftsführer Guido Grohmann; Stadtrat Hans-Joachim Bruch (LBBH); OB Gert Hager, WSP-Direktor Oliver Reitz, Stadtrat Jens Kück (SPD) und Waldemar Birkle (AfD). WSP
Besuch aus Pforzheim auf der Baselworld (von links): Paul Günther (Jugendgemeinderat), Alexander Weber (Goldstadt 250), Reiner Müller (WSP), Jubiläumskoordinator Gerhard Baral; BV Schmuck+Uhren- Geschäftsführer Guido Grohmann; Stadtrat Hans-Joachim Bruch (LBBH); OB Gert Hager, WSP-Direktor Oliver Reitz, Stadtrat Jens Kück (SPD) und Waldemar Birkle (AfD). WSP
Zusammen mit OB-Kandidat Peter Boch (rechts) besuchte CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum (links) die regionalen Aussteller (hier Firma Daub).
Zusammen mit OB-Kandidat Peter Boch (rechts) besuchte CDU-Bundestagsabgeordneter Gunther Krichbaum (links) die regionalen Aussteller (hier Firma Daub).
28.03.2017

Uhren-und Schmuckmesse Baselworld: Zwischenbilanz der Pforzheimer Aussteller fällt durchwachsen aus

Norbert Ratzlaff ist viel unterwegs. Der Geschäftsführer der Pforzheimer Schmuckfirma J. Köhle reist beruflich mehrmals im Jahr nach Hongkong und in die USA, wo wichtige Kunden zu finden sind. Aktuell weilt er in der Schweiz, wo sich die Entscheider aus der Schmuck- und Uhrenbranche ein Stelldichein geben.

Erstmals seit drei Jahren stellt die Firma Köhle wieder auf der Baselworld aus. Zuletzt hatte man sich – wie mehrere Pforzheimer Aussteller – für die Freiburger Schmuckmesse entschieden, die inzwischen mangels Besucherresonanz jedoch die Segel gestrichen hat. „Die Beteiligung am Pforzheimer Gemeinschaftsstand ist für uns eine attraktive und kostengünstige Möglichkeit wieder in Basel dabei zu sein,“ sagt Ratzlaff. „Der Goldstadt-Pavillon ist ein schönes Schaufenster.“ Auch wenn die Besucherfrequenz bisher nicht alle Erwartungen erfüllt – die achttägige Messe endet am Donnerstag – sind die Aussteller am Pforzheim-Stand zufrieden. Im Wettbewerb mit den Schweizer Nobelmarken setzten die regionalen Uhren- und Schmuckhersteller auf „made in Germany“. Die internationalen Kunden wüssten neben deutscher Qualität auch die Liefertreue und Flexibilität zu schätzen, betont Ratzlaff.

Gestern besuchte Oberbürgermeister Gert Hager mit Vertretern des gemeinderätlichen Wirtschaftsförderungsausschusses die Baselworld. Der gemeinsame Auftritt unter dem Dach der Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) sei „eine gelungene Werbung für die Goldstadt.“

Was allerdings die Reaktionen der Aussteller angeht, sei die Bewertung des Messeverlaufs eher durchwachsen. „Da ist noch Luft nach oben“, betonten mehrere Unternehmen im Gespräch mit dem Stadtoberhaupt. Nur ein paar Pforzheimer Firmen seien „absolut zufrieden“ gewesen, so Hager gestern im Gespräch mit der PZ in einem Fazit seines Rundgangs. Die Kosten des Messeauftritts seien hoch, deshalb hofften die über 30 Aussteller aus Pforzheim und dem Enzkreis auf die letzten Messetage. Während sich die Pforzheimer Schmuckhersteller überwiegend zurückhaltend geben, fiel die Zwischenbilanz bei den wenigen Uhrenanbietern aus der Region – darunter Aristo, Laco, Raff und Stowa – etwas zuversichtlicher aus.