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Die Präzisionstechnik hat für die Region Nordschwarzwald eine enorme Bedeutung. Foto: obs/DMG MORI
Die Präzisionstechnik hat für die Region Nordschwarzwald eine enorme Bedeutung. Foto: obs/DMG MORI
28.02.2018

Unternehmen unterstützen Pforzheimer Zentrum für Präzisionstechnik

Pforzheim. Das Projekt ist für die wirtschaftliche Entwicklung im Wirtschaftsraum Pforzheim/Nordschwarzwald von großer Bedeutung: Das geplante Zentrum für Präzisionstechnik (ZPT) gilt als Leuchtturmprojekt und wird vom Land Baden-Württemberg mit 80 Prozent der Baukosten gefördert.

Doch die restlichen Gelder muss die Stadt Pforzheim auftreiben. Dazu gab es am Dienstag gute Nachrichten im gemeinderätlichen Wirtschaftsförderungsausschuss. Wirtschaftsförderer Reiner Müller vom Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) berichtete von einer breiten Unterstützung aus der regionalen Wirtschaft, die noch ausbaufähig sei.

Über 30 Firmen hätten bereits schriftlich ihre Bereitschaft zur Mitgliedschaft im künftigen Förderverein Hochform e.V. bekundet. Mehr als 50 000 Euro seien von ihnen zugesagt.

Müller will seine Werbetour für das ZPT weiter fortsetzen und weitere Unternehmen gewinnen. So könne der städtische Anteil am bislang kalkulierten jährlichen Betriebskostendefizit durch eine Beteiligung des Enzkreises von 100 000 Euro pro Jahr und aus Fördergeldern der Wirtschaft deutlich reduziert werden. Aufgrund dieser Zusagen sowie Einsparungen bei anderen WSP-Projekten hatte das Regierungspräsidium im November 2017 seine „aufsichtsbehördliche“ Zustimmung zum Leuchtturmprojekt erteilt. Für seine jahrelangen Bemühungen um das ZPT erntete Müller gestern breite Zustimmung aus dem Wirtschaftsförderausschuss. Die Stadträte Jörg Augenstein (CDU), Jaqueline Roos (SPD), Carol Braun (Freie Wähler), Joachim Bott (Liste Eltern), Waldemar Birkle (AfD), Emre Nazli (Grüne Liste) und Thomas Goßweiler (Unabhängige Bürger) lobten das Projekt als richtungsweisend, vernünftig und innovativ. Sorgen bereiten dem Gremium allerdings die deutlich gestiegenen Baukosten. „Wir müssen trotzdem im Kostenrahmen von 7,5 Millionen Euro bleiben“, erklärte Müller. Deshalb werde ein externes Büro beauftragt, das das Raumkonzept auf den Prüfstand stellt. Der erste Entwurf stammt vom Pforzheimer Architekten Peter W. Schmidt. „Nachdem wir die finanziellen Rahmenbedingungen mit dem Regierungspräsidium Karlsruhe klären konnten, werden wir nun die weitere Projektrealisierung mit Nachdruck weiterverfolgen“, hatte Erster Bürgermeister Dirk Büscher im Vorfeld erklärt.

Neben Hochschule Pforzheim und der Technikakademie Esslingen steht nach PZ-Informationen auch das Ausbildungszentrum für Technik als künftiger Mieter für eine überbetriebliche Ausbildungsstätte in den Startlöchern.

Unterstützung der Sparkasse

Das ZPT muss bis September 2021 bezugsfertig sein. Eine finanzielle Beteiligung der Sparkasse Pforzheim Calw wurde auf Initiative von Stadtrat Michael Schwarz (Freie Wähler) geprüft. Als Kommanditist des ZPT könne das Geldinstitut nicht aktiv werden, erläuterte Müller. Allerdings sei eine Unterstützung über eine Hochform-Mitgliedschaft und einen zinsgünstigen Kredit für das Bauprojekt möglich. „Wir haben ein gutes Produkt“, betonte Oberbürgermeister Peter Boch, das man entsprechend vermarkten müsse.