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Ein Herz für die Gesundheit: Stefan Hauser-Schmieg (Wirtschaftsjunioren), Ludwig Bös, Sascha Dick (Wirtschaftsjunioren) und Walter Schüler (von links).  Fux
Ein Herz für die Gesundheit: Stefan Hauser-Schmieg (Wirtschaftsjunioren), Ludwig Bös, Sascha Dick (Wirtschaftsjunioren) und Walter Schüler (von links). Fux
21.10.2015

Unternehmerforum Gesundheit der Wirtschaftsjunioren in der Arcus-Klinik

Das Unternehmerforum Gesundheit ist fester Bestandteil des Jahresprogramms der Wirtschaftsjunioren. „Sport als Medizin – Wo liegen die Chancen und wo die Risiken?“: Fragen, auf die der leitende Kardiologe der Pforzheimer Arcus-Sportklinik Dr. Walter Schüler und Dr. Ludwig Bös, Gesellschafter und Mitbegründer der Arcusklinik, den Wirtschaftsjunioren Antworten gaben.

Bös, leitender Arzt und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie sowie für Sportmedizin legte in seinen Ausführungen den Schwerpunkt nicht nur auf die Orthopädie, sondern auch auf die Altersforschung.

Der Mediziner streifte das Thema Arthrose, sprach über die medikamentöse Behandlung, spannte den Bogen vom Gelenkerhalt bis zum Gelenkersatz unter Berücksichtigung der Lebensführung, des Gewichts, der Bewegung und des Stoffwechsels des Erkrankten. „Wir wollen fit in die Kiste wie Johannes Heesters“, sagte Bös mit einem Augenzwinkern und verwies auf unterschiedliche Studien und Ergebnisse der Altersforschung. „Die Reparaturmechanismen funktionieren nicht unendlich und wir atmen und essen uns zu Tode“, fasste der der Arzt Studien zusammen und verwies auf Bewegung und bewusste, kalorienreduzierte Ernährung. „Bleib schlank, bewege dich und habe nur ein gewisses Maß an Stress“, gab er dem Publikum als Formel mit auf den Weg.

„Je mehr Sie tun und sich bewegen, desto länger leben Sie“, unterstrich auch der Kardiologe. Die empfohlene Dosis Sport kann allerdings ganz unterschiedlich ausfallen, denn Walter Schüler berücksichtigt vor seiner individuellen Empfehlung zahlreiche Untersuchungsergebnisse des Patienten, darunter familiäre Vorbelastungen. Körperbau, Stoffwechsel und auch die Ernährung spielt ebenso eine Rolle wie die Ziele, wenn es um die Belastung und den Ausdauersport geht. Der Kardiologe, Facharzt für Innere Medizin und Sportmedizin, setzt auf Vorsorgediagnostik und Prävention und warnt: „Nicht auf Beschwerden warten.“ Schüler räumt mit vielen Gerüchten auf, beispielsweise mit dem eines Sportlerherzens. „Eine Herzmuskelverdickung existiert nur, wenn eine Krankheit vorliegt“, sagt der Mediziner. Der Arzt hat viele Tipps parat: „Laufen ohne zu schnaufen, ist eine gute Richtschnur, die passt.“ Schüler wägt Risiken ab, setzt auf ein gesundes Maß an Sport, auf Ausdauertraining, das individuell ganz unterschiedlich ausfallen kann: „Lieber fett und trainiert als schlank und unfit“, sagt der Mediziner.