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Gruppenbild mit Roboter: René Baum, Mitglied des Vorstands der Volksbank Pforzheim, Referent Christian Baudis und Stefan Lindermeir, Bereichsleiter Firmenkunden bei der Volksbank (links).  Warzecha
Gruppenbild mit Roboter: René Baum, Mitglied des Vorstands der Volksbank Pforzheim, Referent Christian Baudis und Stefan Lindermeir, Bereichsleiter Firmenkunden bei der Volksbank (links). Warzecha
20.10.2016

Veranstaltung der Volksbank Pforzheim zur künstlichen Intelligenz

Fragen über Fragen: „Braucht man noch einen Führerschein, wenn das Google-Auto auf den Markt kommt?“ Und: „Könnte ein Pflegeroboter die (private) Pflegeversicherung ersetzen?“ Das sind zwei der zentralen Themen, die sich nach Ansicht von Christian Baudis, Digital-Unternehmer, Futurist und ehemaliger Geschäftsführer von Google Deutschland, auftun.

Baudis lud die Teilnehmer der Firmenkundenveranstaltung der Volksbank Pforzheim im mit rund 200 Teilnehmern sehr gut besuchten Atrium III des Volksbankhauses auf eine „Digitale Reise rund um Robotics, digitale Bionics, künstliche Intelligenz und Big Data“ ein.

Er verschaffte sich und den Teilnehmern also einen Überblick über die neuesten Entwicklungen und Trends in der Roboter-Forschung, der Übertragung biologisch-natürlicher Prinzipien auf technische Vorgänge, Mechanismen, mithilfe derer Maschinen oder Computer intelligentes Verhalten entwickeln können sowie über den Umgang mit riesigen Datenmengen, Big Data.

Gerade bezogen auf die Robotik sieht der Digital-Unternehmer Baudis die Möglichkeit, dass in wenigen Jahren Pflegeroboter statt Pflegekräfte einen Menschen pflegen und deshalb direkt im Haushalt eingesetzt werden können – und schließlich die Leistungen der Pflegeversicherung damit ersetzen. Auch im Haushalt könnte der Roboter bald zum Einsatz kommen.

So stellt Baudis, der aktuell hauptsächlich interessante junge Unternehmen im digitalen Bereich in Amerika, Asien und teilweise auch in Europa, betreut und unterstützt, das Projekt „RobotChef“ vor. Aus 2000 Rezepten heraus kocht ein per App gesteuerter Haushaltsroboter die angebotenen Mahlzeiten, sofern alle Lebensmittel vorrätig sind.

Die größte Revolution dürfte sich jedoch im Gesundheitsbereich auftun. Sogenannte Roboterfüße und elektronische Prothesen setzen das Prinzip der künstlichen Intelligenz bereits heute ein. So kann ein elektronischer Impuls so aus dem Nervensystem extrahiert werden, dass dieser über einen Draht fließt und die Information an einen Chip abgegeben wird. Dieser übersetzt die Information so, dass mit dem Appell „Fuß, bewege Dich“ dieser sich tatsächlich bewegt.

Insgesamt wünscht sich der Referent mehr Mut zum Fortschritt. So werde ein Auto immer schneller aufgrund eines besseren und schnelleren Datenflusses produziert, die Angst vor Fortschritt und Verletzungen des Datenschutzes seien aber immer noch sehr groß. Generell gelte es, mit Industriedaten sorgsam umzugehen, aber nicht den Fortschritt zu scheuen.

Auch Teilnehmer Carsten Kraus, Unternehmensinhaber der Pforzheimer Omikron Data Quality GmbH, freut sich, dass die Volksbank nicht nur Vortrag und Unternehmer, sondern auch zahlreiche Exponante der Augmented, Mixed und Virtual Reality und damit einen innovativen Hauch nach Pforzheim gebracht hat. So konnten die Besucher dank eines kleinen, Liegestütze vorführenden, Schauroboters der Hamburger Firma Trend One zeigen, wie einfach Robotik funktioniert.

Die Pforzheimer Firma medialesson GmbH zeigte einen Mix aus digitaler und realer Welt und ermöglichte es, Organe des menschlichen Körpers im Detail zu betrachten. In der Praxis können Medizinstudenten in Zukunft so auf die Zerlegung von Leichen verzichten. Auch die Volksbank selbst geht mit ihrer Banking-App und dem Scan-to-bank-Verfahren innovative Wege:

www.vbpf.de/vrbankingapp