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Mehr als 600 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren ins Pforzheimer CongressCentrum zur Verleihung des Pforzheimer Wirtschaftspreises gekommen. Foto: Ketterl
OB Peter Boch, Uwe Hück, Salome Tenies, Jasmina Groeger und Oliver Reitz plaudern angeregt auf der Bühne des CCP. Foto: Ketterl
08.11.2018

Vergabe des Pforzheimer Wirtschaftspreises: Weichenstellungen stehen an

Pforzheim. Ein festlicher Rahmen mit über 600 Gästen am Donnerstagabend im CongressCentrum: Der Pforzheimer Wirtschaftspreis habe sich als Marke und fester Termin im Kalender etabliert, freute sich eingangs Oliver Reitz, Chef des Wirtschaft und Stadtmarketings Pforzheim (WSP). Persönlichkeiten aus der heimischen Wirtschaft wurden ausgezeichnet – ein Anlass zu Stolz und Freude. „Aber ich frage mich auch, ob Sie als Unternehmerinnen und Unternehmer jederzeit sicher sind, dass Pforzheim für Sie der richtige Standort ist?“

Bildergalerie: Pforzheimer Wirtschaftspreis 2018 vergeben

Fragen, die bei Veranstaltungen und Betriebsbesuchen an ihn gerichtet werden, lauten: Dass neue Gewerbegebiete kommen, ist doch sicher, oder? Dass das Projekt Innenstadt-Ost nun endlich realisiert wird, ist doch sicher, oder? Dass das Zentrum für Präzisionstechnik bis 2021 gebaut ist, ist doch sicher, oder? „Die Themen und die Projekte, die vorangetrieben werden, sind seit einigen Jahren die gleichen“, räumte der WSP-Chef ein. „Doch sichtbar ist bis heute leider noch nicht, dass neue Gewerbegebiete erschlossen sind.“ Er hoffe, dass die gut 100 Hektar an benötigten Gewerbeflächen recht bald an der Autobahn A8 zur Verfügung stehen.

„Als Geograph habe ich durchaus Verständnis für ökologische Belange“, sagte Reitz. „Es muss aber auch klar sein, dass Ochsenwäldle oder Klapfenhardt eine ganz wesentliche Grundlage darstellen, wenn es um die Sicherung von Arbeits- oder Ausbildungsplätzen geht und wenn – auch mit Hilfe der Gewerbesteuereinnahmen – hier in Pforzheim in Bildungseinrichtungen oder Sportstätten investiert werden soll.“

Ein wichtiger Meilenstein sei das Projekt Innenstadt-Ost, welches am kommenden Dienstag durch den Gemeinderat in eine tatsächliche Umsetzung gebracht werden könne – „ja, ich müsste eigentlich sagen: gebracht werden muss“, so Reitz. „Als ich Anfang Oktober 2012 beim WSP anfing, durfte ich abei sein, als dieses Vorhaben Fahrt aufnahm. Mit dem Investor, der sich nun in den verschiedenen Phasen des Wettbewerblichen Dialogs als der beste erwiesen hat und den die Stadt Pforzheim durchaus als Partner bezeichnen kann, durfte ich in früherer Tätigkeit bereits fünf Projekte umsetzen.“ Die Unterstützung aus der Bürgerschaft für die Innenstadt-Ost sei groß.

In einer Talkrunde diskutierte Moderator Markus Brock mit Jasmina Groeger, Personalreferentin beim IT-Dienstleister inovex, Salome Tendies, Künstlerische Leiterin der ChorAkademie Pforzheim und Uwe Hück, Betriebsratsvorsitzender der Porsche AG und Gründer der Lernstiftung Hück, über das Thema „Standortfaktor Familienfreundlichkeit“.

Das sind die Preisträger

Damit hochwertiger Zahnersatz, kostbare Edelsteine oder winzige Zahnräder ins rechte Licht gerückt werden, hat die Pforzheimer LED2Work spezielle Arbeitsplatzleuchten entwickelt. Dafür gib es den Pforzheimer Wirtschaftspreis „Innovation und Idee“. Hier lesen Sie mehr.

Seit über 150 Jahren dreht sich bei der Firma Gerstner alles um Trauringe. Und für den wirtschaftlichen Erfolg der Marke Gerstner wird der Pforzheimer Wirtschaftspreis „Marke und Image“ verliehen. Hier lesen Sie mehr.

Dr. Clemens Ladenburger hat mit dem Aufbau der gleichnamigen Pforzheimer Rechtsanwaltskanzlei national und international Renommee erlangt. Dafür erhält er nun den Pforzheimer Wirtschaftspreis „Lebenswerk“. Hier lesen Sie mehr.

Mehr darüber lesen Sie am Freitag, 9. November in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.