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Uwe Hück (rechts) im Gespräch mit PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht (Mitte) und PZ-Wirtschaftsredakteur Lothar Neff (links). 
Uwe Hück (rechts) im Gespräch mit PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht (Mitte) und PZ-Wirtschaftsredakteur Lothar Neff (links).  © Meyer
15.09.2017

Video: Uwe Hück ermahnt die Industrie zu mehr Demut und die Politik zu mehr Mut

Pforzheim. Er ist ein ganz besonderer Typ. Für die ältere Generation ein bisschen Marke Kleiderschrank, für die Jüngeren so etwas wie Bruce Willis oder Vin Diesel. Er hat sich früh als Thai-Boxer einen Namen gemacht, bekannt geworden ist er aber als Porsche-Betriebsratsvorsitzender, als Aufsichtsratsmitglied, als Initiator einer Lernstiftung. Inzwischen genießt Uwe Hück nationalen Promistatus.

Bei einem Besuch in der „Pforzheimer Zeitung“ steht er für ein Interview zur Verfügung.

Ganz leicht hat es Uwe Hück in diesen Tagen nicht. Auch er muss laufend Fragen zu Themen wie Diesel-Skandal und Zukunft des Automobils befragen. Vieles ist in Bewegung geraten. Doch Hück wäre nicht Hück, wenn er die Probleme nicht positiv und mutig angehen würde. Ins PZ-Medienhaus kam er natürlich mit einem Porsche. Einem Benziner. Aber Hück hätte auch gerne ein Hybrid-Fahrzeug genutzt. Und 2020 wäre dann schon ein reines Elektrofahrzeug Marke Porsche greifbar.

Eines macht Hück allerdings klar: Die alten Diesel seien alle ordnungsgemäß zugelassen worden. Diese jetzt einfach so sang- und klanglos aus dem Verkehr zu ziehen, wäre eine Enteignung und völlig falsch. Gleichzeitig schreibt er der Autoindustrie ins Stammbuch, jetzt mehr Demut gegenüber dem Kunden zu zeigen. Und mit mehr Mut die Zukunft anzugehen, statt sie zu verhindern. Das gelte gerade auch für die Politik, die zu lange zu wenig eigene Akzente im Bereich Automobilität gesetzt und zu vieles schleifen gelassen habe. 

"Mehr Mut" - diese Hück-Forderung könnte als Überschrift für sein Leben und Denken passen. In Deutschland werde zu viel schlecht geredet. Parteien am rechten Rand würden Ängste schüren, dabei habe Deutschland das gar nicht nötig. Andere Themen als Flüchtlinge seien ungleich wichtiger. Zum Beispiel die Ausbildung der Jugend und die Qualifizierungsoffensive für den arbeitenden Menschen, der auf dem Weg der Digitalisierung mitgenommen werden muss.

Das große PZ-Interview mit Uwe Hück lesen Sie am Samstag in der "Pforzheimer Zeitung" oder über das E-Paper auf PZ-news und auf den PZ-Apps. PZ-Plus-Abonnenten können das Interview schon am Freitagabend online lesen.