nach oben
Aldebaran-Managerin Aurora Chiquot umarmt den Roboter „Pepper“. SPATA
Aldebaran-Managerin Aurora Chiquot umarmt den Roboter „Pepper“. SPATA
Die gewerblichen Einsatzmöglichkeiten für Drohnen werden auf der CeBIT gezeigt, hier am Messestand von „Dronemasters“.  Steffen
Die gewerblichen Einsatzmöglichkeiten für Drohnen werden auf der CeBIT gezeigt, hier am Messestand von „Dronemasters“. Steffen
Die Pforzheimer ITML auf der CeBIT.
Die Pforzheimer ITML auf der CeBIT.
15.03.2016

Vom Superhirn zum Alltagshelfer: Künstlichen Intelligenz auf der CeBIT

Wie weit die Entwicklung künstlicher Intelligenz ist, zeigt sich bei der CeBIT. Auf der IT-Messe stellen auch drei Firmen aus dem Nordschwarzwald aus.

Das Match ist noch nicht zu Ende, doch Go-Meister Lee Sedol hat schon verloren. Erstmals besiegt mit AlphaGo von Google eine Maschine einen Menschen in dem über 2000 Jahre alten Brettspiel – und das gleich in drei Spielen in Folge. Go galt bislang als viel zu komplex, als dass ein Computer mithalten könnte. Nun erstaunte AlphaGo selbst Kenner mit Zügen, auf die ein Mensch nie gekommen wäre. In Sachen künstlicher Intelligenz dürfte damit Google derzeit die Krone aufhaben, sagt Jo Bager, Redakteur beim Fachmagazin „c’t“, am Montag auf der CeBIT in Hannover. Auf der IT-Messe sorgt indes auch IBM für Aufmerksamkeit. Der kleine Roboter „Pepper“ erobert die Herzen der Messebesucher des Mobile World Congress in Barcelona im Sturm. Entwickelt wurde er von der französischen Firma Aldebaran, die inzwischen dem japanischen Mobilfunk-Konzern Softbank gehört, die Technologie von IBMs Supercomputer Watson macht ihn intelligenter. „Watson“ hatte 2011 für Aufsehen gesorgt, als das System in der Quizsendung „Jeopardy“ erstmals zwei menschliche Gegner schlagen konnte und die Rekordsumme von einer Million Dollar einstrich In Japan sind von dem 1,20 Meter kleinen Roboter mit den schwarzen Knopfaugen rund acht Monate nach dem Verkaufsstart bereits 10.000 Stück im Einsatz – auch in privaten Haushalten. „Wir erwarten, dass die technologische Entwicklung rasant fortschreitet“, sagte Martina Koederitz, Chefin von IBM Deutschland. „Pepper“ spricht 20 Sprachen und erkennt anhand des Gesichtsausdrucks die Emotionen seines Gesprächspartners. Auch auf der CeBIT ist er wieder mit seinem „kleinen Bruder“ mit Namen „Nao“ unterwegs. Der soll künftig in der Hotelkette Hilton bei der Betreuung der Gäste aushelfen. Im Hotel in McLean, Virginia, soll der dort „Connie“ genannte Roboter auf touristische Attraktionen hinweisen und die Ausstattung der Zimmer erklären. Mit der Technologie will IBM vor allem die Fähigkeit von Maschinen beim Verstehen der natürlichen Sprache des Menschen voranbringen. „Wir sprechen nicht von künstlicher Intelligenz, sondern von kognitiver Interaktion“, sagt Koederitz. Neben den Pforzheimer IT-Spezialisten ITML und Omikron Data Quality ist auch die Straubenhardter Elektronikschmiede Pentair Technical Solutions auf der CeBIT vertreten.