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Hinter verschlossenen Türen beriet gestern der Bahn-Aufsichtsrat.  Foto: Ducret 

Vorteilsnahme bei der Bahn? – Managern wurde wohl Abschied mit lukrativen Verträgen versüßt

Berlin. Die Deutsche Bahn hat möglicherweise mit mehr Ex-Vorständen fragwürdige Beraterverträge geschlossen als bisher bekannt. Insgesamt würden Verträge mit 26 ehemaligen Beratern überprüft, darunter drei frühere Konzernvorstände, teilte das Unternehmen gestern nach einer Sondersitzung des Aufsichtsrats mit. „Wir setzen alle Kraft in die Aufklärung“, versicherte Aufsichtsratschef Michael Odenwald.

„Beraterverträge von ehemaligen Vorständen und Geschäftsführern am Aufsichtsrat vorbei darf es zukünftig nicht mehr geben“, kündigte Odenwald an. Fortan brauche das Management dafür die ausdrückliche Genehmigung des Kontrollgremiums.

Die Bahn hatte vergangene Woche bekannt gegeben, dass sie fragwürdige Beraterverträge untersucht. In Aufsichtsratskreisen war zunächst von Verträgen mit etwa 20 Ex-Managern die Rede, im Kern gehe es jedoch um ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Das Kontrollgremium setzt die Frankfurter Anwaltskanzlei Noerr und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY als externe Ermittler ein.

Abfindung plus Honorar

Der internen Revision waren die Verträge mit ehemaligen Managern aufgefallen. So soll ein früheres Vorstandsmitglied nach einer Abfindung in Millionenhöhe noch Hunderttausende Euro als Beratungshonorar erhalten haben. Bei anderen früheren Führungskräften geht es um vier- und fünfstellige Honorare. Untersucht wird jeweils, ob die Manager eine angemessene Gegenleistung erbracht haben.

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