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Hans-Jürgen Schwarz ist Präsident des Bundesverbandes der Vereine und des Ehrenamtes e. V., hier bei seinem Vortrag im EMMA Pforzheim. Foto: Warzecha
Hans-Jürgen Schwarz ist Präsident des Bundesverbandes der Vereine und des Ehrenamtes e. V., hier bei seinem Vortrag im EMMA Pforzheim. Foto: Warzecha
02.02.2018

Vortrag in Pforzheim: Neuer Datenschutz bringt viel Bürokratie

Pforzheim. Für Unternehmen und Freiberufler gelten vom 25. Mai an die Neuerungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG-NEU) und die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Hans-Jürgen Schwarz, Präsident des Bundesverbandes der Vereine und des Ehrenamtes e. V. und entsprechend für diese Institutionen auch Datenschutzbeauftragter, brachte es in seinem Vortrag im EMMA Kreativzentrum Pforzheim auf den Punkt.

Personenbezogene Daten dürfen von Unternehmen nicht ohne Vereinbarung mit denen, um die es in der Vertragsvereinbarung geht, herausgegeben werden, erst recht nicht in Drittländer. Vielmehr müsse gerade auf die Weitergabe von personenbezogenen Daten sowie deren Speicherung und Löschung rigoros geachtet werden. Beispielsweise müssten verwendete Daten, nachdem eine Auftragsproduktion zustande gekommen sei, gleich gelöscht werden. Grundsätzlich gelte, so Schwarz, dass keine personenbezogenen Daten wie Name, Anschrift, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse erhoben werden dürfen. Es sei denn: die Person habe eingewilligt und dies schriftlich festgehalten. Dies habe Einfluss auf viele Unternehmensbereiche.

So werde die Freigabe personenbezogener Daten schon dann problematisch, wenn eine Firma ihrem Mitarbeiter zum Geburtstag gratulieren möchte und dies öffentlich über eine Gratulation via Anzeige in der Tageszeitung tut. Alternative: „Sie können diese Geburtstagsgrüße per Post mit einer Glückwunschkarte übermitteln, da nicht davon auszugehen ist, dass der Postbote das mitliest.“

Was die neue Verordnung insgesamt mit sich bringt, ist nicht nur viel Bürokratie, bei Verstoß drohen jeweils Bußgelder – etwa, wenn Sammel-E-Mails mit allen Adressaten sichtbar im CC-Adressfeld verschickt werden und nicht, wie vorgeschrieben, im BCC-Feld (Blindkopie).

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