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Nadine Kaiser sieht gute Perspektiven für die Region.  Fritsch
Nadine Kaiser sieht gute Perspektiven für die Region. Fritsch
08.01.2016

WFG Nordschwarzwald zieht trotz unruhiger Zeiten positive Bilanz

Nordschwarzwald. Nadine Kaiser setzt als Übergangs-Chefin auf Kontinuität.

Ein unruhiges Jahr liegt hinter der besonders im Kreis Calw nicht unumstrittenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordschwarzwald (WFG) – Weggang des Geschäftsführers inklusive. Trotzdem zieht man bei der WFG eine positive Bilanz.

Nach einem ereignisreichen Jahr könne sich die Bilanz der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) sehen lassen: „Die WFG hat bewiesen, dass sie einiges in der Region bewegen kann und sich nicht nur mit sich selbst beschäftigt“, zieht die kommissarische Leiterin Nadine Kaiser als Resümee für das ablaufende Jahr.

Arbeit wird anerkannt

Auch Aufsichtsräte bestätigen die „erfolgreiche Projektarbeit“ der WFG. Nachdem der bisherige Geschäftsführer Steffen Schoch die WFG Mitte des Jahres verlassen und Nadine Kaiser als langjährige Projektleiterin die kommissarische Geschäftsführung übernommen hatte, wurde im WFG-Team nach eigenen Angaben „engagiert und unbeirrt weitergearbeitet“. Und das ungeachtet der bisher erfolglosen Suche nach einem neuen Geschäftsführer.

Und Arbeit gibt es mehr als genug für die WFG. „Business as usual“ lautet die Maxime. „In unserem Strategiepapier sind die Handlungsfelder exakt definiert. Unsere Aufsichtsräte und Gesellschafter stehen hinter diesen Handlungsfeldern und bestätigen unsere erfolgreiche Projektarbeit“, erklärt Kaiser.

Bei RegioWIN vorne dabei

Das vergangene Jahr war geprägt von Aufbruchsstimmung. „»Der Förderantrag für RegioHOLZ, ein beim RegioWIN-Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg prämiertes Leuchtturmprojekt, liegt zur Prüfung bei der L-Bank. Damit sind wir die allerersten im Land, die einen solchen Antrag für ein RegioWIN-Projekt auf den Weg gebracht haben“, freut sich Nadine Kaiser gemeinsam mit dem Team. Das zweite beim RegioWIN-Wettbewerb prämierte Projekt, das Zentrum für Präzisionstechnik Nordschwarzwald in Pforzheim (ZPT), ist nach einem positiven Beschluss des Pforzheimer Gemeinderats ebenfalls auf der Zielgeraden.

Nadine Kaiser sieht den Kurs der WFG bestätigt: „Projekte wie die Fachkräfte-Allianz und die Wissensregion stoßen immer mehr auf positive Resonanz in der Region. Das zeigt, dass wir mit unserem Themenportfolio goldrichtig liegen.“ Den unternehmensgeprägten Netzwerken in der Region gehört die Zukunft, dessen ist sich Kaiser sicher. „Das Inonet-Kunststoff zeigt mit seinem stetigen Wachstum deutlich, welchen Mehrwert ein Zusammenrücken der Unternehmen gerade im ländlichen Raum haben kann“, so Kaiser. Für sie ist die WFG als gesamtregional aufgestellte Einheit in diesem Prozess eine optimale Plattform für die Unterstützung solcher Strukturen. Eine große Stärke der Region sei das Unternehmenspotenzial: Insbesondere die inhabergeführten kleinen und mittelständischen Unternehmen und Handwerksbetriebe decken ein weitgefächertes Fähigkeitsspektrum ab.