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Neben Besteck stellt WMF vor allem Kaffeemaschinen, Töpfe und Elektrogeräte für die Küche her.  dpa-Archiv
Neben Besteck stellt WMF vor allem Kaffeemaschinen, Töpfe und Elektrogeräte für die Küche her. dpa-Archiv
25.05.2016

WMF vor Übernahme

Der französische Konzern SEB will den Küchengerätehersteller WMF übernehmen. Eine entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte das französische Unternehmen am späten Montagabend mit. Man habe sich mit den Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) geeinigt. Der Wert der Transaktion belaufe sich auf mehr als 1,5 Milliarden Euro. Die Wettbewerbsbehörden müssen dem Deal noch zustimmen. SEB rechnet mit einer Zustimmung im zweiten Halbjahr 2016.

„Wir ergänzen uns in unseren Marksegmenten und sind uns als europäische Traditionsunternehmen sehr ähnlich“, teilte WMF-Pressesprecher Kai Hummel mit. „Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit, da wir unsere eingeschlagene internationale Wachstumsstrategie zusammen mit der Groupe SEB erheblich beschleunigen können.“

SEB bezeichnet sich als Weltmarktführer für kleine Haushalts-Ausstattung. Das französische Unternehmen ist in fast 150 Ländern präsent. Zum Konzern gehören Marken wie Krups, Tefal und Moulinex. Erst in der vergangenen Woche hatte SEB den Thermoskannen-Hersteller Emsa geschluckt. Wegen der Übernahme durch die Finanzinvestoren KKR und Fiba hatte sich WMF im März 2015 von der Börse verabschiedet. Der schwäbische Kaffeemaschinen-, Topf-, Besteck- und Küchengerätehersteller war zuvor in Turbulenzen geraten und hatte sich ein striktes Sparprogramm auferlegt. 400 Stellen wurden abgebaut, das Sortiment gestrafft, einzelne Marken abgestoßen. Der Umsatz von WMF stieg 2015 nach vorläufigen Zahlen um vier Prozent auf 1,061 Milliarden Euro.