nach oben
Gründer unter sich: Imran Lazouane, der eine Picknickbox aus recycelbarem Material entworfen hat, und Daniel Stenta (rechts) von Wedding Pen.  WARZECHA
Gründer unter sich: Imran Lazouane, der eine Picknickbox aus recycelbarem Material entworfen hat, und Daniel Stenta (rechts) von Wedding Pen. WARZECHA
14.10.2016

Wedding-Pen-Erfinder Daniel Stenta bei der Startup-Veranstaltung in der IHK Nordschwarzwald

„Jeder von uns ist ein Unternehmer, denn das Leben zu leben ist wie eine Biographie zu schreiben. Man entscheidet selbst, ob es eine Horror- oder eine Erfolgsstory wird“, zitiert Wedding Pen-Gründer Daniel Stenta den Gründer der dm-drogerie markt-Kette Götz W. Werner. Anlass seines Vortrags mit dem Titel „Akquise – Verkaufen mit Persönlichkeit“ war die gemeinsame Veranstaltung der IHK Pforzheim Nordschwarzwald mit der Initiative Startup Pforzheim, gegründet von Friedel Völker im IHK-Haus Pforzheim.

Bei seinem Vortrag vor Unternehmern betonte er, unterstrichen von weiteren Zitaten aus der Fachliteratur, Fotos und persönlichen Erlebnissen, das Dreiergestirn der Leitsätze „Ich will – Ich kann – Ich schaffe.“ Der Jungunternehmer hat erst vor kurzem seine sichere Position in gehobener Stellung bei einem bekannten Logistikunternehmen gekündigt und vertreibt seitdem im Direktvertrieb den Wedding Pen, einen Füllfederhalter aus edlem Material für die Unterschrift unter die Heirats- und andere Urkunden. Er, der nächstes Jahr im Baden-Marathon Erster werden möchte, hatte sich innerhalb des kurzen Zeitraums von nur zwei Jahren vom eher unsportlichen, nicht ganz so schlanken wie heute ausstaffierten Unternehmer zum Sportler gemausert. Ein Problem, wie er schildert, sei es gewesen, dass er stets seine Hinderungsgründe, sich nicht sportlich betätigen zu können, auf andere Einflussfaktoren wie mangelnde Zeit oder den schlechten Geruch im Fitnessstudio schob. Erst mit dem Ziel, es bis zum Marathon zu schaffen, sei er sich seiner eigenen Verantwortung für das Erreichen seiner Ziele bewusst geworden und habe eben diese auch erreicht.

Gerade deshalb appellierte Stenta immer wieder an die Zuhörer, sich eigene Ziele zu stecken und an ihnen zu arbeiten, denn „ohne Ziele kein Ergebnis.“ Als bestes Mittel, diese zu erreichen, empfahl er den Direktvertrieb, den er auch selbst im Alltag verfolgt. Im Gegensatz dazu plädierte er dafür, sich einen Teil der Schwere des Alltags zu nehmen und lieber acht Stunden am Tag konsequent durchzuarbeiten, ohne nur Zeit abzusitzen, und sich vorher fit zu machen, zum Beispiel mit Lauftraining, denn: „Wen soll man schon um 5 Uhr anrufen? Das macht man nur für sich.“ Ferner empfahl er den Unternehmern, alle Kunden und nicht nur eine klischeehafte Zielgruppe anzusprechen, niemals aufzugeben und eigene Träume zu verfolgen.

Denn schon Carl Benz habe mit dem Traum, nicht nur mehr mit der Kutsche, sondern mit dem Auto zu fahren, einen klaren Vorteil gegenüber anderen vermeintlichen realistischen Entscheidungen gehabt. Nicht zuletzt gehe es auch darum, sich stets auf neue Projekte vorzubereiten und sein Netzwerk zu pflegen. Zum Beispiel durch den Besuch von entsprechenden Veranstaltungen und Seminaren: Die IHK Nordschwarzwald lädt am 16. November um 13.45 Uhr zum Gründertag ein.