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Zufrieden: Die Vorstände Richard Weber und Anette Waidelich sowie die Aufsichtsratsmitglieder Helmut Brenk (Vorsitzender), Stefan Lehr, Martina Theurer und Martin Grimm (von links). Foto: Schott
Zufrieden: Die Vorstände Richard Weber und Anette Waidelich sowie die Aufsichtsratsmitglieder Helmut Brenk (Vorsitzender), Stefan Lehr, Martina Theurer und Martin Grimm (von links). Foto: Schott
05.07.2019

Weiter eigenständig: Raiffeisenbank Ersingen zahlt vier Prozent Dividende

Kieselbronn. Bei der 106. Generalversammlung der Raiffeisenbank Ersingen sprach Anette Waidelich, die zusammen mit ihrem Vorstandskollegen Richard Weber die Genossenschaftsbank leitet, trotz der schwierigen Finanzpolitik der Europäischen Zentralbank von einer sehr zufriedenstellenden Geschäftsentwicklung.

Waidelich machte aber auch deutlich: „Als kleine Genossenschaftsbank sind wir deutlich stärker als andere Bankengruppen durch die Niedrigzinspolitik belastet, da wir als Regionalbank im Wesentlichen von Zinserträgen leben“. Aber auch der Regulierungswahn und die übertriebene Bürokratie würden die Bilanz belasten.

Für die Kunden fügte Waidelich Erfreuliches hinzu: „Wir werden auch weiterhin die Minuszinsen für Sie übernehmen und nicht an Sie weiterberechnen“. Bei einer Bilanzsumme von 74,7 Millionen Euro (2017: 72,7 Millionen Euro) kann für 2018 ein Bilanzgewinn von 46 000 Euro (2017: 47 000 Euro) ausgewiesen werden. Daraus wird mit Zustimmung der 181 anwesenden Mitglieder ein Anteil von 31 500 Euro als vierprozentige Dividende an die Genossen ausbezahlt. Waidelich wies darauf hin, dass die Treue der Bankkunden, die hohe Qualität des Service sowie die sparsame Geschäftspolitik dafür gesorgt hätten, dass die Raffeisenbank Ersingen weiterhin eigenständig bleiben könne und man sich keine Gedanken über die Fusion mit einer anderen Bank machen müsse.

Wie die Bankchefin zur Geschäftslage weiter berichtete, stiegen die Kundeneinlagen um fast fünf Prozent auf 58,5 Millionen Euro. Das Eigenkapital liege schon immer über dem Verbandsdurchschnitt und die Rücklagen für allgemeine Bankrisiken seien für die Zukunftssicherung um über 300 000 Euro aufgestockt worden. Während der Zinsüberschuss mit 1,3 Millionen Euro nahezu gleich geblieben ist, konnten die Provisionserträge um 160 000 Euro auf 450 000 Euro gesteigert werden. Waidelich verdeutlichte die örtliche Verbundenheit, die sich in der Unterstützung der Vereine mit 11 200 Euro und in einer Gewerbesteuer von 43 400 Euro zeige.