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Die Baselworld öffnet für acht Tage ihre Pforten. Vorläufer der Luxusschau war die Mustermesse Basel./PZ-Archiv
Die Baselworld öffnet für acht Tage ihre Pforten. Vorläufer der Luxusschau war die Mustermesse Basel./PZ-Archiv
Werben auf der Baselworld für das Goldstadt-Jubiläum 2017: Ina Zeiher-Zimmermann und Präsident Uwe Staib vom BV Schmuck+Uhren.  Privat
Werben auf der Baselworld für das Goldstadt-Jubiläum 2017: Ina Zeiher-Zimmermann und Präsident Uwe Staib vom BV Schmuck+Uhren. Privat
17.03.2016

Weltweit wichtigste Schmuckmesse „Baselworld“ eröffnet

Vor 100 Jahren öffnete die Mustermesse Basel (Muba) erstmals ihre Pforten. Das war der Vorläufer der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld, die am Donnerstag beginnt. René Kamm, Chef der veranstaltenden MCH Group, erinnerte am Mittwoch bei der Pressekonferenz daran. Kamm zeigte sich stolz, „dass die Baselworld ein direkter Nachfahre, sozusagen das Kind der Muba ist“.

Dass die Baselworld (seit 1974) ihre weltweit herausragende Position erreichen konnte, sei vor allem dem Engagement der Aussteller zu verdanken. Und von Anfang an waren darunter auch etliche deutsche Unternehmen. Über 200 Aussteller aus der Goldstadt waren noch 1994 auf der Messe in Basel am Start. Mit dem schmerzhaften Strukturwandel in der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie – die im nächsten Jahr das 250-jährige Bestehen feiert – schrumpfte auch die Zahl der teilnehmenden Firmen: Aktuell sind noch rund 40 Aussteller aus der Region dabei. Nach wie vor stellt Deutschland eines der größten Länderkontingente. „Wir wollen den Schwung von der Inhorgenta mit nach Basel nehmen“, betont die Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands (BV) Schmuck+Uhren, Ina Zeiher-Zimmermann, im Gespräch mit der PZ.

Nach dem gelungenen Jahresauftakt auf der Schmuckmesse in München gehe die deutsche Schmuck- und Uhrenindustrie mit berechtigten Hoffnungen auf einen ebenso guten Verlauf der Baselworld 2016 (17. bis 24. März) in der weltweit geschätzten schweizerischen Messemetropole.

„Unsere Kleinen sind die eigentlich Großen dieser beiden Industriesparten“, erläutert Zeiher-Zimmermann die wirtschaftliche Bedeutung der Familienunternehmen. Um die Produktions- und Innovationskraft der deutschen Schmuck- und Uhrenhersteller zutreffend beurteilen zu können, müssten sowohl die vom Statistischen Bundesamt erfassten Umsätze als auch das Außenhandelsvolumen berücksichtigt werden. Denn meldepflichtig sind bei den Umsätzen nur die Unternehmen ab 50 Beschäftigten, wohingegen beim Außenhandel alle Unternehmen (ab 500.000 Euro) erfasst würden.

Der Branchenverband mit Sitz in Pforzheim zählt in seinen Reihen rund 60 Prozent Mitgliedsunternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern. Beim Schmuck sowie den Gold- und Silberschmiedewaren kletterten die Jahresumsätze der Großbetriebe um zehn Prozent auf 370 Millionen Euro, die von 19 Unternehmen mit insgesamt 2050 Mitarbeitern (plus 5,4 Prozent) erwirtschaftet wurden. Im Außenhandel stiegen die Umsätze um 18 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro. Bei den Uhren erhöhte er sich der Umsatz um 12,6 Prozent auf fast zwei Milliarden Euro. Das kommt einer Verdoppelung innerhalb von fünf Jahren gleich.