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Moderne VR-Technologie und die passende Verpackung: Katrin Windbiel mit Markus Heimer. Foto: Warzecha

Windbiel Verpackungen: Werbewirksamer Blick in die digitale Welt

Pforzheim. „Windbiel ist ein typisches mittelständisches Unternehmen mit allen guten Tugenden, die die deutsche Wirtschaft ausmachen“, sagt Markus Heimer, Geschäftsführer der PrometH GmbH in Heidelberg. Die Windbiel Verpackungen GmbH im Altgefäll ist einer der wichtigsten Partner des Heidelberger Unternehmers. Der 42 Jahre alte Familienvater und gelernte Groß- und Außenhandelskaufmann Markus Heimer, der seit 1999 selbstständig tätig ist, stellt zusammen mit seiner Beteiligungsgesellschaft über die Marke Just-VR für den jeweiligen Kunden passend gestaltete und bedruckbare Cardboard-Brillen (deutsch: Brillen aus Pappe) her.

Diese ermöglichen zusammen mit Smartphone und einem Programm oder einer App den Blick in die sogenannte Virtual Reality (deutsch: Virtuelle Realität, abgekürzt VR). In kurzer Zeit kann der Nutzer die Brille aufstellen und das Smartphone mithilfe des Klettverschlusses in der Brille befestigen und damit einen Blick in die Wahrnehmung der Welt über 3D machen. Die Brille sowie die jeweilige Verpackung, veredelt mit Schutzlack und Mattfolie, wird von der Firma Windbiel Verpackungen GmbH hergestellt. Die 39 Jahre alte, Diplom-Betriebswirtin Katrin Windbiel ist für die Leitung von Marketing und Vertrieb in der Firma Windbiel zuständig. Zusammen mit ihrem Bruder, Thomas Windbiel, leitet sie seit über acht Jahren das Familienunternehmen, das einst ihr Urgroßvater gegründet hatte.

Zu dieser Zeit, in der Nachkriegszeit, stellte das Unternehmen ganz einfache Grauschachteln her, erst geheftet, später auch geklebt. Über die Jahre habe man angefangen selbst zu drucken, zu kaschieren, stanzen und kleben, wie Katrin Windbiel berichtet. Schließlich könne man heute sehr viel komplexere Verpackungen anbieten, so zum Beispiel auch VR-Brillen. Katrin Windbiel führt rund 30 Mitarbeiter im 1-Schicht-Betrieb. Durch individuelle Verpackungen, basierend auf einer intensiven Beratungsleistung und einer eigenen CAD-Entwicklung, könne das Unternehmen einen wichtigen Mehrwert für seine Kunden schaffen, sagt Katrin Windbiel.

Markus Heimer bietet seinen Kunden wie unter anderem Bosch, Porsche, dem 1. FC Köln, Huawei, SAP und Credit Suisse, der Industrie- und Handelskammer sowie dem TÜV Rheinland die Möglichkeit an, ihre Brillen individuell bedrucken zu lassen. Mit seinen eigenen beiden Modellen Shade und ShadePRO, die nach Aussagen Heimers Weltmarktführer im Bereich der technischen Umsetzung und Qualität sind, lassen sich mithilfe von YouTube-Videos und dem Stichwort „Virtual Reality“ neue Welten in 3D erkunden. Kennengelernt hatten sich die beiden Unternehmer über Daniel Ross, der in Pforzheim Produktdesign studiert hatte und bis 2017 ebenfalls Gesellschafter und Geschäftsführer der 2015 gegründeten (ehemals) Just-VR GmbH war.