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OTEC-Geschäftsführer Helmut Gegenheimer (Mitte) zeigt Landrat Karl Röckinger (rechts) und Bürgermeister Helge Viehweg eine Stream-Finish-Maschine.
OTEC-Geschäftsführer Helmut Gegenheimer (Mitte) zeigt Landrat Karl Röckinger (rechts) und Bürgermeister Helge Viehweg eine Stream-Finish-Maschine.
Landrat Karl Röckinger (rechts) überreicht Horst Ochner vom gleichnamigen Autohaus in Conweiler die Steinbeis-Medaille, links Ehefrau Beate Ochner.  Molnar
Landrat Karl Röckinger (rechts) überreicht Horst Ochner vom gleichnamigen Autohaus in Conweiler die Steinbeis-Medaille, links Ehefrau Beate Ochner. Molnar
25.02.2016

„Wir wachsen durch Innovation“: Landrat Karl Röckinger besucht den neuen OTEC-Standort

Wie wichtig die Mitarbeiter sind, das zeigte sich bei den Firmenbesuchen von Landrat Karl Röckinger in Straubenhardt: „Gute Leute sind die Zukunft“, sagte Helmut Gegenheimer, Gründer und Geschäftsführer der OTEC Präzisionsfinish GmbH. Und auch Horst Ochner, Chef des gleichnamigen Autohauses, betonte: „Wir brauchen höchst qualifizierte Leute im Handwerk.“

Begleitet von Bürgermeister Helge Viehweg, der Wirtschaftsbeauftragten des Enzkreises, Kerstin Monasso, und von Karoline Schmidt vom Jobcenter, machte sich Röckinger zunächst ein Bild vom neuen OTEC-Standort im Industriegebiet „Hube“. Seit November 2015 ist der Spezialist im Gleitschleifen an der Heinrich-Hertz-Straße angesiedelt, verfügt über eine Fläche von 8000 Quadratmeter. Diesen Sommer ist die Einweihung des modernen Neubaus mit kurzen Wegen geplant.

„Von der Innovationskraft war ich schon 2005 beeindruckt“, erinnerte sich der Landrat an seinen ersten Besuch. Nicht nur das Design des Produkts spiele eine Rolle, auch die Größe der Maschinen habe sich gewaltig gesteigert. „Man sieht, wie sich OTEC entwickelt hat“, so Röckinger, der die Maulbronn-Medaille im Gepäck hatte. Rund 50 Patente sind Beleg dafür. Die 1996 gegründete Firma entwickelt innovative Maschinenkonzepte zur präzisen Oberflächenbearbeitung, setzt Materialien wie Kunststoff oder Keramik ein. Zirka 500 Maschinen pro Jahr werden laut Gegenheimer verkauft, der Umsatz lag 2015 bei 21 Millionen Euro. „Wir wachsen durch Innovation“, so der Geschäftsführer, dem es wichtig ist, dass sich die 110 Mitarbeiter (davon 20 Prozent in der Forschung), Kunden und Lieferanten wohlfühlen. So gibt es nicht nur eine großzügige Kantine, sondern auch eine „Vinotec“ mit hauseigenem Wein. „Hier denkt man nicht nur ans Produkt, sondern auch an die Mitarbeiter“, schätzte Bürgermeister Viehweg.

Über einen stabilen Stamm aus 20 Mitarbeitern verfügt das Autohaus Ochner, das seit 1928 vor Ort ist und seit 1983 als GmbH geführt wird. Der Ford-Händler mit Landrover als zweitem Standbein bildet aus und übernimmt den überwiegenden Teil der Auszubildenden. Dennoch bereite der Facharbeitermangel große Sorgen. „Die Berufe sind extrem anspruchsvoll geworden“, gab Ochner zu Bedenken. Die dreieinhalbjährige Ausbildung eines Elektrikers etwa reiche nicht annähernd, um einen geeigneten Monteur zu haben. Auch der Druck der Hersteller sei enorm. Um sich zu behaupten, werden Service und Werkstattleistungen großgeschrieben.