nach oben
Der Standort des Zentrums für Präzisionstechnik links der Tiefenbronner Straße bei der Hochschule Pforzheim.
Der Standort des Zentrums für Präzisionstechnik links der Tiefenbronner Straße bei der Hochschule Pforzheim.
25.11.2015

Wirtschaftsausschuss befürwortet Neubau im Bereich der Hochschule

Pforzheim. Mit finanzieller Unterstützung des Landes Baden-Württemberg soll im Bereich der Hochschule Pforzheim ein Zentrum für Präzisionstechnik (ZPT) entstehen (die PZ berichtete).

Der Wirtschaftsförderungsausschuss des Gemeinderats hat gestern mit großer Mehrheit für die Umsetzung des Projekts votiert. Das Votum fiel mit sieben Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen eindeutig aus. Während die beiden großen Fraktionen von CDU und SPD dafür stimmten, hatten die kleineren Fraktionen angesichts der brisanten Haushaltslage erhebliche Bedenken, was die jährlichen Folgekosten von 413 000 Euro für die Stadt Pforzheim angeht.

CDU-Stadtrat Jörg Augenstein sprach von einem Leuchtturmprojekt und einer „ganz wichtigen Richtungsentscheidung“. Jens Kück (SPD) findet es bemerkenswert, dass 48 Unternehmen und Institutionen an einem Strang ziehen, um das Präzisionstechnik-Zentrum zu betreiben. Die 70-Prozent-Förderung des Landes in Höhe von 5,2 Millionen Euro sei ein Glücksfall für Pforzheim.

Sibylle Schüssler (Grüne Liste), Carol Braun (FDP/Freie Wähler), Christopher Seidemann (AfD), Joachim Bott (Linke) und Thomas Goßweiler (UB/LBBH) begrüßten das Projekt zwar grundsätzlich, meldeten aber bei der Umsetzung finanzielle Bedenken an.

Man dürfe jetzt nicht auf halbem Weg stehen bleiben, sagte IHK-Geschäftsführer Markus Wexel. Schließlich habe man das ZPT gegen Widerstände aus der Region in das Förderprogramm des Landes bekommen. „Das ist die Chance des Jahrzehnts für Pforzheim und die Präzisionstechnikindustrie.“

Das Kompetenz- und Forschungszentrum ist als industrienahe Anlaufstelle mit Fokus auf klein- und mittelständische Unternehmen konzipiert. Es soll sowohl Existenzgründern ein Sprungbrett in die Praxis bieten als auch den Austausch zwischen Industrie und Hochschule fördern. Bis Januar 2016 muss die Stadt einen Förderantrag beim Land stellen.