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12.01.2017

Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) zieht positive Bilanz

„Das Jahr 2016 hat gezeigt, dass die WFG in der Lage ist, auch anspruchsvolle Projekte zu realisieren“, resümierte Jochen Protzer, seit April 2016 Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald. Rückenwind bekommt man durch Förderprojekte des Landes Baden-Württemberg und der Europäischen Union.

Für WFG-Chef Protzer ist klar: „Das Highlight im letzten Jahr war zweifellos der Startschuss für RegioHOLZ.“ Durch das beim RegioWIN-Wettbewerb des Landes Baden-Württemberg prämierte Leuchtturmprojekt mit Fokus auf Forschung und Entwicklung fließen bis 2019 rund eine halbe Million Euro direkt in die Holz- und Möbelbranche der Region.

„RegioHOLZ ist gut und gute Ideen zum richtigen Zeitpunkt ziehen Kreise“, erklärt Jochen Protzer mit Blick auf „Foresda“, das neueste Holz-Projekt der WFG und internationale Pendant zu RegioHOLZ. Die WFG übernehme dabei eine zentrale Rolle und arbeite eng mit internationalen Partnern der Branche zusammen, so Protzer.

Mit „Foresda“ fließen weitere Fördermittel in Höhe von 160 000 Euro in die Region und damit avanciert der Roh- und Werkstoff Holz zu einem zentralen Thema bei der WFG.

Expertise und zusätzliche Aufgaben erfordern zusätzlichen Personaleinsatz: Die Holztechnologin Anja Röllich ist einer der Neuzugänge bei der WFG, sie betreut den wissenschaftlichen Teil der Projekte in Sachen Holz. Das zweite neue Gesicht im WFG-Team ist Zeina Elcheikh. Die Syrerin ergänzt seit Anfang Januar das bereits in Pforzheim erfolgreiche Projektteam „Bildung für Alle Nordschwarzwald“ (BfAN) und wird als Berufswerberin vor allem im Landkreis Calw aktiv sein. Dort hilft sie, Menschen mit Migrationshintergrund in den regionalen Arbeitsmarkt zu integrieren.

„Die WFG ist eine kleine, aber schlagkräftige Einheit mit einem großen Aufgabenportfolio, vom regionalen Standortmarketing bis zum Investorenservice mit dem Gewerbeimmobilienportal Nordschwarzwald“, umreißt der WFG-Geschäftsführer das Aufgabengebiet. Ersteres wird aus Sicht des WFG-Geschäftsführers immer wichtiger. „Die Unternehmen sehen einen deutlichen Mehrwert in einer gemeinsamen Vermarktung der Region. Das zeigt sich auch darin, dass unsere neu aufgelegte Nordschwarzwald-Broschüre innerhalb kürzester Zeit vergriffen war.“

Jochen Protzer versteht die WFG und die sie tragenden Gesellschafter als regionale Solidargemeinschaft. Er rührt kräftig die Werbetrommel für ein verstärktes Engagement der Kommunen: „Bei meinen Antrittsbesuchen in der Region war es stets mein Anliegen, die Bürgermeister von den Vorteilen einer starken WFG zu überzeugen und auch für einen Beitritt als Gesellschafter zu werben. „Bereits im April entscheiden Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung über die konkrete Aufnahme der Hochschule Pforzheim und des Technologiezentrums Horb“, so der WFG-Chef.