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04.02.2016

XXXL-Konflikt in Mannheim verschärft sich

Mannheim/Pforzheim. In der Auseinandersetzung um überraschend freigestellte Mitarbeiter der Möbelhaus-Kette in Mannheim verschärft sich der Ton (die PZ berichtete). Arbeitsministerin Katrin Altpeter (SPD) nannte das Vorgehen des Unternehmens einen Ausdruck frühkapitalistischer Herrschaftsmanier.

Fast alle der knapp 100 betroffenen Mitarbeiter, die sich dort bislang um die Auftragssachbearbeitung gekümmert hatten, protestiert am Mittwochmorgen auf dem Gelände. Das Unternehmen verwies sie wenig später vor das Werkstor. Die XXXL-Gruppe mit Sitz in Würzburg begründete ihr Vorgehen damit, dass die betroffene Abteilung seit langem ineffizient gearbeitet habe. „Wir hatten dort unhaltbare Zustände“, sagte ein Sprecher. Tausende Aufträge seien mitten im Weihnachtsgeschäft nicht oder verspätet bearbeitet worden. Die Gefahr von Freistellungen droht in Pforzheim nicht, so Geschäftsführer Ekkehard Haase. „Trotz eines Beteiligungsmodells sind wir mit dem Möbelzentrum Pforzheim nicht an der XXXL-Zentrale angeschlossen. Wir sind unabhängig und selbstständig.“