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31.07.2015

Zahl der Arbeitslosen im Nordschwarzwald steigt nur leicht

Erstmals seit Februar ist die Zahl der Arbeitslosen im Nordschwarzwald gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Mitte Juli waren 12981 Menschen arbeitslos gemeldet, 145 oder 1,1 Prozent mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, blieb bei 4,0 Prozent. Vor einem Jahr lag sie noch bei 4,3 Prozent.

„Die Entwicklung ist typisch für die Jahreszeit, da sich im Sommer viele Jugendliche nach Abschluss einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung vorübergehend arbeitslos melden. Hinzu kommen urlaubs- und quartalsbedingte Kündigungen“, so Jürgen Schwab, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim.

Die Arbeitslosenquote in Pforzheim blieb im Vergleich zum Vormonat bei 7,2 Prozent. Im Juli 2014 lag sie noch bei 7,6 Prozent. Damit bleibt Pforzheim weiterhin Schlusslicht unter den 44 Kreisen in Baden-Württemberg. In der Goldstadt waren insgesamt 4548 Personen arbeitslos gemeldet – davon 1513 (33,3 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 3035 (66,7 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 263 Stellenangebote gemeldet – 15 oder 6,0 Prozent mehr als noch im Vormonat und 21 oder 8,7 Prozent mehr als im Juli 2014. Aktuell sind 862 offene Stellenangebote im Bestand – 115 oder 15,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Im Enzkreis blieb die Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 2,8 Prozent. Im Juli 2014 lag sie bei 2,9 Prozent. Damit belegt der Enzkreis, gemeinsam mit den Kreisen Rottweil und Waldshut, Platz sechs in Baden-Württemberg und konnte sich damit im Vergleich zum Vormonat um zwei Plätze verbessern. Insgesamt waren im Enzkreis 3055 Personen arbeitslos gemeldet – davon 1835 (60,1 Prozent) in der Arbeitslosenversicherung und 1220 (39,9 Prozent) in der Grundsicherung. Im Juli wurden 304 Stellenangebote gemeldet. Das waren 41 oder 11,9 Prozent weniger als im Vormonat, aber 54 oder 21,6 Prozent mehr als vor einem Jahr. Derzeit sind 1078 offene Stellenangebote im Bestand, das entspricht 200 oder 22,8 Prozent mehr als im Juli 2014.

Laut Agentur gibt es aufgrund der gastronomischen Sommersaison derzeit gute Beschäftigungsmöglichkeiten für Restaurantfachleute, Kellner und Köche.