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13.10.2016

Zwei Urteile betreffen Autofahrer

Karlsruhe. Während der Bundesgerichtshof die Rechte der Verbraucher beim Gebrauchtwagen-Kauf gestärkt hat, hat er ihnen beim Internet-Shopping von Autoteilen Grenzen gesetzt. Man soll online nicht mehr Rechte haben als beim Einkauf im Laden, entschieden die Karlsruher Richter am Mittwoch. Das heißt: Wer im Internet bestellte Autoteile ausführlicher testet, als das im Geschäft möglich gewesen wäre, und sie dabei beschädigt, bekommt nicht den vollen Kaufpreis zurück.

In dem Fall ging es um einen online gekauften Katalysator. Nach einer Probefahrt stellte der Käufer fest, dass sein Auto nicht mehr die gleiche Leistung erbrachte und schickte das Teil zurück – mit Gebrauchsspuren. Deshalb wollte der Verkäufer den Preis nicht erstatten.

Im zweiten Fall ging es um einen Gebrauchtwagen-Kauf und eine defekte Automatikschaltung. Die Richter legten fest, dass der Käufer nicht beweisen muss, dass er den Schaden nicht selbst verursacht hat. Vielmehr muss der Verkäufer nachweisen, dass der Schaden nicht schon beim Verkauf vorlag.