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Seit 1974 an der Pforzheimer Adolf-Richter-Straße: Das Bader-Versandzentrum im Brötzinger Tal ist in die Jahre gekommen und soll verlagert werden.Foto: Ketterl/PZ-Archiv
Seit 1974 an der Pforzheimer Adolf-Richter-Straße: Das Bader-Versandzentrum im Brötzinger Tal ist in die Jahre gekommen und soll verlagert werden.Foto: Ketterl/PZ-Archiv
15.08.2014

Zwei mögliche Bader-Standorte in der engeren Auswahl

„Pforzheim hatte kein geeignetes Grundstück in ausreichender Größe anzubieten“, bedauert Versandhaus-Geschäftsführer Klaus Bader. Nach mehreren Versuchen, in der Region zu bleiben, wird das Bader-Versandzentrum im Brötzinger Tal im Jahr 2017 komplett verlagert. Entweder nach Bruchsal oder nach Östringen.

Das Versandzentrum hätte vielleicht in Pforzheim gehalten werden können, sagt Bader im PZ-Gespräch. Und was hinderte das Unternehmen daran, seine ehrgeizigen Expansionspläne in der Goldstadt umzusetzen? Das fehlende Grundstück, so Bader. Zum Beispiel Buchbusch an der Autobahnzufahrt Nord: Keine Chance. Zum einen hätten die von der Stadt angebotenen Grundstücke einen ungenügenden Zuschnitt, sind zu klein oder bieten keinen Platz für die notwendigen Laderampen. Zum anderen habe es Probleme mit der Bauhöhe des neuen Bader-Versandzentrums gegeben.

Bliebe noch der Enzkreis: Niefern-Öschelbronn, das Areal unterhalb der Autobahnraststätte, war im Gespräch. Es hätte den Anforderungen des Versenders genügt. Woran also scheiterte der Plan? „An Pforzheim.“ Die Stadt erhob Einspruch gegen die Versandhaus-Ansiedlung – „mit Verweis auf ihre Brunnenrechte“, so Bader. Stark im Rennen lag Wiernsheim. Doch aus Mönsheim und Wurmberg wurde von Teilen der Bürgerschaft heftiger Widerstand signalisiert, unter anderem wegen Befürchtungen eines höheren Verkehrsaufkommens. Bader: „Wir haben kein Interesse, mit den Menschen dort in Konflikt zu kommen, deshalb haben wir unsere Planung nicht weiter verfolgt.“

Ziel der Investitionen von Bader sei es, den Kunden weiterhin attraktive Preise bieten zu können, schnelle Lieferzeiten zu gewährleisten und überdurchschnittliche Löhne für die Mitarbeiter zahlen zu können“, erklärte Bader. Diesen Anspruch wird er nun wohl statt in Pforzheim entweder in Östringen oder Bruchsal realisieren. Die definitive Standortentscheidung fällt demnächst.

Mehr zum Thema Bader-Standort in der gedruckten PZ-Ausgabe vom Samstag, 16. August 2014.

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