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Alles im Wachstum bei dm, wie der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Erich Harsch (Mitte) gestern deutlich machte. Rechts die neue Geschäftsführerin für Produktmanagement, Katrin Erbe, links Kommunikationschef Herbert Arthen.  Löffler
Alles im Wachstum bei dm, wie der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Erich Harsch (Mitte) gestern deutlich machte. Rechts die neue Geschäftsführerin für Produktmanagement, Katrin Erbe, links Kommunikationschef Herbert Arthen. Löffler
21.10.2016

dm nimmt asiatischen Markt ins Visier

Deutschlands größter Drogeriemarkt-Filialist befindet sich konzernweit kurz vor der zehnten Umsatzmilliarde. Ohnehin stehen die Zeichen bei dm auf Wachstum: mehr Mitarbeiter, mehr Filialen, mehr Kundenkontakte und ein größerer Marktanteil. Und bei der Vorlage der Jahreszahlen sagte Erich Harsch, Vorsitzender der Geschäftsführung, gestern in der Karlsruher dm-Zentrale: „Es deutet alles darauf hin, dass wir im laufenden Geschäftsjahr im Konzern mehr als zehn Milliarden Euro Jahresumsatz erreichen werden.“

In derzeit zwölf Ländern – darunter auch Österreich, Tschechien, Ungarn und Rumänien – steigerte das Karlsruher Unternehmen seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um sieben Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Das entspricht Harsch zufolge einer Verdoppelung innerhalb von acht Jahren. Auf Deutschland entfallen davon rund 7,5 Milliarden Euro (plus 6,6 Prozent).

Zur Gewinnentwicklung äußert sich dm traditionell nicht. Nur so viel sagte Harsch: „Wir brauchen auskömmlich ein bis zwei Prozent Umsatzrendite. Alles, was darüber liegt, investieren wir in die Zukunft, in Expansion, IT und Kunden. Die Gewinnmaximierung ist nicht unser Ziel.“

Die Zahl der Filialen in Deutschland wuchs um 81 auf 1825 (Konzern: 3349), die Mitarbeiterzahl wurde um 282 auf 38 890 (Konzern: 56.537) gesteigert. Bei den Kundenkontakten legte dm um 20 Millionen auf 557 Millionen zu. Beim Marktanteil baute das Unternehmen seine Spitzenposition mit 23,5 (Vorjahr 22,6) Prozent aus, andere Drogeriemärkte zusammen erreichen lediglich einen Marktanteil von 21,5 Prozent.

Nicht nur im Hinblick auf sein deutsches Online-Geschäft will dm die Lagerkapazitäten steigern. Wie Harsch bestätigte, habe man die Voraussetzungen geschaffen, um in China mit Alibaba (Handelsplattform und Online-Kaufhaus) zusammenzuarbeiten. Zu weiteren Expansionsplänen gehöre Nord-Italien als dann 13. Länderstandort für den Drogeriemarkt-Filialisten.