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Blick in die Produktion von Stanzbändern in der bestehenden Fertigungshalle. Foto: Ketterl
Blick in die Produktion von Stanzbändern in der bestehenden Fertigungshalle. Foto: Ketterl
Lea und Eva Christmann, Bürgermeister Thomas Keller, Susanne und Hans-Peter Christmann, Pfirmann-Geschäftsführer Markus Peterek, Architekt Martin Schwab und Ralf Thom (von links). Foto: Ketterl
Lea und Eva Christmann, Bürgermeister Thomas Keller, Susanne und Hans-Peter Christmann, Pfirmann-Geschäftsführer Markus Peterek, Architekt Martin Schwab und Ralf Thom (von links). Foto: Ketterl
09.11.2018

hapema wächst weiter und investiert fast sechs Millionen Euro in Engelsbrand

Engelsbrand. Bei sonnigem Herbstwetter und bestens gelaunt rammten Bauherr Hans-Peter Christmann gemeinsam mit seiner Familie, Prokurist Ralf Thom und den verantwortlichen Bauleuten am Freitag ihre Spaten in den Engelsbrander Boden. Das Präzisionstechnik-Unternehmen ist seit Jahren auf Wachstumskurs – zur Freude der inzwischen 85 Mitarbeiter und der Pfirmann Industriebau, wie Architekt Martin Schwab beim Spatenstich anmerkte. Und das Pforzheimer Bauunternehmen ist seit Jahren stets gefordert, wenn hapema mal wieder erweitert.

Gegründet 1988 in Büchenbronn erfolgte sechs Jahre später der Umzug nach Engelsbrand, wie Firmenchef Christmann anmerkte. Und deshalb freute sich auch Engelsbrands Bürgermeister Thomas Keller über den Startschuss für den Neubau, der eigentlich ein Doppelprojekt darstellt. Es entstehen nämlich gleich zwei neue Produktionshallen inklusive Logistik- und Verwaltungsfläche.

Neben der Gewerbesteuer sorge hapema für sichere Arbeitsplätze, so Keller und kündigte eine Fortsetzung der konstruktiven Zusammenarbeit mit dem Familienunternehmen an.

Die Investitionskosten für Baumaßnahmen und neue Stanzmaschinen liegen bei knapp sechs Millionen Euro. Die Nutzfläche wächst damit um 2000 auf künftig fast 9000 Quadratmeter. Die Fläche für die Stanztechnik wird dabei verdoppelt, ergänzte Christmann.

Mit dem Bau der zweiten Halle entsteht ein großzügiges Lager- und Logistikzentrum. Der Bau wird umweltfreundlich gestaltet, geheizt werde mit Wärmerückgewinnung, betonte der Bauherr. Als Reaktion auf den Fachkräftemangel investiert hapema auch vermehrt in die Ausbildung. Derzeit sind es 20 Azubis (Feinwerkmechaniker, Stanz- und Umformmechaniker, Zerspanungsmechaniker und Industriekaufmann). Für diesen außerordentliche Einsatz wurde hapema von der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis als vorbildlicher Ausbildungsbetrieb ausgezeichnet. Mit dem Neubau sind auch Anschaffungen von Maschinen speziell für die Lehrwerkstatt vorgesehen, sagte der Firmenchef.

Neben dem Sponsoring für lokale Sportvereine unterstützt das Unternehmen auch den Bilfinger Narrenbund „Kakadu“: Um die Bilfinger Fasnet nicht aussterben zu lassen, wurde dringend eine Arbeits- und Lagerhalle für das närrische Inventar benötigt. Kurzerhand wurde eine provisorische Produktionshalle von hapema, die dem Neubau weichen musste, abgebaut und in Einzelteilen nach Bilfingen transportiert. Ehefrau Susanne Christmann stammt von dort und ist Tochter des früheren Ratsschreibers Reinhard Keicher.