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Eng verzahnt (von links): wvib-Vorstandsmitglied Thomas Burger, Staatssekretärin Katrin Schütz, Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel (CDU) und wvib-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer.  Löffler
Eng verzahnt (von links): wvib-Vorstandsmitglied Thomas Burger, Staatssekretärin Katrin Schütz, Ministerpräsident a.D. Erwin Teufel (CDU) und wvib-Hauptgeschäftsführer Christoph Münzer. Löffler
15.07.2016

wvib feiert 70-jähriges Bestehen: Badener stecken sich ehrgeiziges Ziel

„Wenn es den wvib nicht schon gäbe, man müsste ihn erfinden“, erklärte Erwin Teufel (CDU), der ehemalige baden-württembergische Ministerpräsident. Aber den wvib gibt es schon. Und zwar seit nunmehr 70 Jahren. Dieses Jubiläum feierte der badische Wirtschaftsverband bei einem Sommerempfang im Kultur- und Bürgerhaus Denzlingen. Rund 500 Vertreter der insgesamt 1000 Mitgliedsfirmen – auch aus dem Raum Pforzheim und Enzkreis – kamen zum Feiern, Netzwerken und zum Zuhören – zum Beispiel den Worten des Festredners Erwin Teufel, der einen historischen Abriss nebst persönlicher Bewertung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes in den vergangen sieben Jahrzehnten gab.

Teufel zollte den Gründern des wvib höchste Anerkennung. Die Stärke von Baden-Württemberg sei den innovativen Unternehmen sowie den gut ausgebildeten Menschen zu verdanken.

Aktuell sieht Teufel die Krise der Europäischen Union auch darin begründet, dass die Bürgerinnen und Bürger auf ein zentralistisches Gebilde in Brüssel blicken würden, ohne dies zu verstehen. Er forderte die Rückbesinnung auf das Subsidiaritätsprinzip. Soll heißen: man müsse den Staat von unten her denken, „erst komme der einzelne Mensch“. Die Kommunen beispielsweise müssten ihre Dinge selbst in die Hand nehmen können. Nur dort, wo es über die Kraft eines einzelnen Staates hinausgehe, dürfe Brüssel aktiv werden.

Katrin Schütz, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium des Landes, kam in Vertretung von Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU). Die Herausforderungen des digitalen Wandels werde die neue Regierung mit der Gründung einer „Allianz 4.0“ angehen. Diese beziehe weit mehr Netzwerkpartner ein, als die bisherige Initiative „Industrie 4.0“.

Unterdessen zieht sich das rote Zahnrad symbolisch durch das Jubiläumsjahr des wvib. Im Gründungsjahr „war es ein zentrales Bauteil der Uhrenindustrie“, sagte wvib-Vorstandsmitglied Thomas Burger (SBS Feintechnik, Schonach). Auch heutzutage sei es nicht wegzudenken und in Zukunft werde es ebenso benötigt. wvib-Hauptgeschäftsführer nannte die Ziele der Zukunft: internationaler, flexibler, digitaler, persönlicher. Und sein persönlicher Ehrgeiz: Es solle „der beste Verband sein.“