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Die französische Atomaufsichtsbehörde ASN wertet das Atomkraftwerk Fessenheim als sicher. Demonstranten auf der anderen Seite des Rehins sehen das anders. © dpa
03.01.2012

Atomaufsicht gibt grünes Licht für AKW Fessenheim

Paris/Bad Krozingen. Das älteste französische Atomkraftwerk, Fessenheim nahe der deutschen Grenze, kann nach Einschätzung der nationalen Atomaufsichtsbehörde ASN noch mehrere Jahre weiter betrieben werden. Bei der Präsentierung der Ergebnisse eines sogenannten Stresstests nach der Atomkatastrophe in Japan betonte die Behörde, alle 58 französischen Reaktoren seien ausreichend sicher.

Bildergalerie: Demonstrationen gegen Atomkraftwerk Fessenheim

Voraussetzung für den Weiterbetrieb seien allerdings einige Verbesserungen, die in dem Bericht aufgelistet wurden. Die Betreiber haben sechs Monate Zeit, um Vorschläge für ihre Umsetzung zu unterbreiten.

Das Atomkraftwerk Fessenheim mit seinen beiden 900 Megawatt-Reaktoren ist seit 1977 in Betrieb und liegt etwa vier Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Atomkraftgegner beider Rheinseiten forderten wiederholt die Stilllegung. Die Betonplatte unter dem Reaktorbehälter von Block 1 ist nach ASN-Angaben nur eineinhalb Meter dick und die dünnste aller französischen Reaktoren. Bei einem schweren Unfall mit Kernschmelze könnte die Platte bersten und eine radioaktive Verseuchung des Rheins nach sich ziehen, befürchten Atomgegner.

Der nach dem Unglück von Fukushima angeordnete Stresstest für alle 58 Atomreaktoren im Lande durch die französischen Behörde für Nuklearsicherheit (ASN) hatte im Sommer begonnen. Vor allem in Deutschland und Luxemburg sind die Ängste vor einem GAU auch im grenznahen französischen AKW Cattenom durch das Atomunglück in Fukushima stark gewachsen. Bei der Überprüfung von Cattenom entsandten daher auch die deutschen Bundesländer Rheinland-Pfalz und das Saarland sowie Luxemburg Beobachter. dpa

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