
Stuttgart. Wenn Sascha Koslowski für das milliardenschwere Bahnprojekt Stuttgart 21 unterwegs ist, hat er meist Plastikeimer, Angelrute, Zahnseide und den einen oder anderen Becher mit dabei. So ausgerüstet schlendert der 42-Jährige über die stillgelegten Gleise des früheren Stuttgarter Güterbahnhofs. Er richtet den Blick dabei streng auf den überwucherten Schotter, auf die Steinhaufen und rostigen Schienen. Ab und zu bleibt er abrupt stehen, bückt sich und wird fündig. Mit seinem Team sammelt der Geoökologe im Auftrag der Bahn seit mehreren Wochen Hunderte kleine Mauereidechsen ein. Sie sollen beim Bau des Bahn-Megaprojekts Stuttgart 21 nicht zu einem größeren Problem werden, als sie es für die Bauherren bislang eh schon gewesen sind.
Mindestens 4.300 der grob geschätzt mindestens etwa 140.000 erwachsenen und streng geschützten
