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Auto schleudert in Karlsruhe in Haltestelle: Zwei Menschen tot © dpa
Auto schleudert in Menschenmenge: Eine Tote. © Baden-TV
25.09.2012

Auto schleudert in Karlsruhe in Haltestelle: Zwei Tote

Karlsruhe. Ein tragischer Unfall an der Ecke Durlacher Allee und Weinweg hat am Dienstagmittag zwei Todesopfer sowie sechs zum Teil schwerst verletzte Personen gefordert.

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Nach den ersten Feststellungen des Verkehrsunfalldienstes war eine 34 Jahre alte Pkw-Fahrerin kurz vor 13 Uhr mit vermutlich überhöhter Geschwindigkeit auf der Durlacher Allee in Richtung Westen unterwegs gewesen. Zeugenaussagen zufolge fuhr die Frau dabei trotz Rotlichts in den Einmündungsbereich des Weinweges ein, wo es zum Zusammenstoß mit dem von rechts kommenden und bei Grün anfahrenden Auto eines 23-Jährigen kam. Hierbei wurde das Auto der Frau derart unglücklich nach links abgewiesen, dass das Fahrzeug mehrere auf der Fußgängerfurt bei der Straßenbahn-Haltestelle gehende Fußgänger erfasste. Erst nachdem das Auto auf die Schienen geschleudert war und dort noch weitere 60 Meter zurückgelegt hatte, kam das Auto schließlich im Gleisbett zum Stillstand.

Obwohl zufällig ein Notarzt in der Nähe war, der bei einer erfassten Fußgängerin umgehend Reanimationsmaßnahmen einleitete, verstarb die 57-jährige Frau noch an der Unfallstelle.

Auch einem vom Unfallauto erfassten 72 Jahre alten Mann konnten die Ärzte nicht mehr helfen; er verstarb wenige Minuten nach seiner Einlieferung in einem Karlsruher Krankenhaus. Darüber hinaus wurden eine 19 Jahre alte Fußgängerin und zwei 26 und 27 Jahre alte Passanten schwer sowie zwei 23 und 29 Jahre alte Männer leicht verletzt. Der Fahrer des beteiligten Wagens erlitt ebenfalls leichte Verletzungen. Die Unfallverursacherin sowie zwei bei ihr mitfahrende Mädchen im Alter von 2 und 16 Jahren blieben dagegen unverletzt.

Die Rettungsdienste hatten ein Großaufgebot im Einsatz: neben zwei Rettungshubschraubern waren zwei Notarztfahrzeuge, acht Rettungswagen und ein Kompaktnotarztfahrzeug im Einsatz. Die Feuerwehr hatte vorsorglich zwei Löschfahrzeuge und ihre mobile Befehlsstelle im Einsatz, in der sich fünf Notfallseelsorger um die teilweise unter Schock stehenden Zeugen des furchtbaren Geschehens bemühten.

Wegen des Unfalles mussten der Straßenbahn- wie auch der Fahrzeugverkehr auf der Durlacher Allee gesperrt werden. Hiervon betroffen war auch der in Richtung Stadt führende Abfahrtsast der Autobahnanschlussstelle Durlach. Polizeibeamte leiteten die Fahrzeuge zum Teil weiträumig um. Gegen 15 Uhr konnten die Sperrungsmaßnahmen schließlich aufgehoben werden.

Bei der mutmaßlichen Unfallverursacherin wurde der Führerschein sichergestellt; weitere Ermittlungen zum genauen Hergang des tragischen Geschehens dauern derzeit noch an.

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