Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) ist mit einer Delegation nach Kiew gereist – und hat die Auswirkungen des Krieges in der ukrainischen Hauptstadt am eigenen Leib zu spüren bekommen. Man habe in der Nacht in einen Bunker gehen müssen, weil es Luftangriffe auf Kiew gegeben habe, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Als sich Hagel mit seiner Delegation in Kiew bewegt habe, sei zudem eine Drohne am Himmel über der Gruppe abgeschossen worden.
Schon auf der Hinreise nach Kiew war die Delegation dem Sprecher zufolge kurz vor dem Hauptbahnhof in Kiew aus dem Zug evakuiert worden, weil in der Stadt Luftalarm ausgelöst worden sei. Zuvor hatten die «Schwäbische Zeitung» und die «Bild»-Zeitung berichtet, die Hagel bei der Reise offenbar begleiten. Weitere Details zur Reise Hagels wollte der Sprecher mit Verweis auf Sicherheitsgründe nicht nennen.
Hagel: «Sicherheitspolitik ist Wirtschaftspolitik»
Begleitet wird Hagel dem Sprecher zufolge außerdem von Wirtschaftsvertretern, etwa aus der Sicherheitsindustrie. Dem Sprecher zufolge unterzeichneten Vertreter von Daimler Truck und der Universität Lwiw eine Kooperationsvereinbarung.

Auf Instagram schrieb das Ministerium, Ziel der Reise sei, Wirtschaftsbeziehungen mit der Ukraine aufzubauen und technisches Know-how miteinander zu teilen. «Wir müssen jetzt unsere Sicherheitsarchitektur nachrüsten und auf jeder Ebene verteidigungsfähig werden gegen diese neuen Bedrohungen. Sicherheitspolitik ist Wirtschaftspolitik», wurde Hagel auf der Plattform zitiert.
Die Ukraine verteidigt sich mit westlicher Hilfe seit mehr als viereinhalb Jahren gegen eine russische Invasion. Bei russischen Angriffen gibt es immer wieder Tote und Schäden im Zugverkehr und an Bahnhöfen.
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