Belgien - Deutschland
Alexandra Wilke darf dank der Basketball-WM eine Konferenz verpassen.
Andreas Gora/dpa
Baden-Württemberg
Basketball-WM statt Schulkonferenz

Eigentlich müsste Alexandra Wilke heute in Karlsruhe sein. Am Helmholtz-Gymnasium steht zum Ende der Sommerferien eine Konferenz an. Doch Wilke hat gerade Wichtigeres zu tun. Die 29-Jährige, die an dem Gymnasium Mathe und Sport unterrichtet, bereitet sich mit der deutschen Basketball-Nationalmannschaft in Berlin auf das WM-Halbfinale an diesem Samstag (16.30 Uhr) gegen Frankreich vor.

«Ich darf die Konferenz verpassen», sagte Wilke nach dem überraschenden 93:74 im Viertelfinale gegen Belgien. Sie bekomme gerade viele Nachrichten von Schülerinnen und Schülern sowie aus dem Kollegenkreis. «Die verfolgen das alle», sagte Wilke, deren Fokus voll auf dem Turnier in Berlin liegt.

«Ich kann da ganz gut abschalten. Wenn ich beim Basketball bin, dann denke ich nur an Basketball. Und wenn ich in der Schule bin nur an die Schule», sagte Wilke, die in der Bundesliga für den deutschen Meister Rutronik Stars Keltern spielt.

Freier Tag für WM-Finale

In Berlin gelingt ihr dieser Fokus gerade so gut, dass sie gegen Belgien mit zehn Punkten zu den stärksten Spielerinnen gehörte. Und auch die Schulleitung ist stolz auf ihr Kollegin und verfolgt das Turnier. «Mir wurde auch schon gesagt: Wenn wir Sonntag Finale spielen, dann sprechen wir auch noch über den Montag», sagte Wilke. Dann steht in Baden-Württemberg der erste Schultag an. Als Weltmeisterin dürfte Wilke dann aber einen Tag später aus den Ferien zurückkommen.

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