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Baden-Württemberg
Chronologie: Schwere Zugunglücke seit Eschede

Bahnfahren gilt als relativ sicher, dennoch kommt es hin und wieder zu Unfällen, welche dann oft schlimme Folgen haben. Oft ist menschliches Versagen ein Grund für die Vorfälle. Eine Chronik zeigt 20 Jahre nach dem Unglück in Eschede die Seltenheit.

Februar 2016: Beim Frontalzusammenstoß zweier Nahverkehrszüge auf eingleisiger Strecke kommen im oberbayerischen Bad Aibling zwölf Menschen ums Leben. Fast 90 Menschen werden verletzt.

August 2014: In Mannheim rammt ein Güterzug einen Eurocity mit 250
Passagieren - zwei Waggons stürzen um, 35 Menschen werden verletzt.

September 2012: Ein Intercity entgleist beim Verlassen des
Stuttgarter Hauptbahnhofs. Acht Menschen werden verletzt.

April 2012: Eine Regionalbahn stößt bei Offenbach in Hessen mit einem
Baukran-Zug zusammen. Drei Menschen werden getötet, 13 verletzt.

Januar 2012: Ein Regionalzug rast in Nordfriesland in eine
Rinderherde und kippt um. Ein Fahrgast kommt ums Leben.

September 2011: Geröll stürzt bei heftigen Regenfällen ins Gleis und
lässt einen Intercity mit etwa 800 Menschen an Bord bei St. Goar im
Rheintal entgleisen. 15 Menschen werden verletzt.

Januar 2011: Zehn Menschen sterben, als ein Nahverkehrszug bei
Oschersleben in Sachsen-Anhalt mit einem Güterzug zusammenstößt.

April 2008: Ein ICE rast südlich von Fulda in eine Schafherde und entgleist teilweise - 73 Menschen werden dabei verletzt.

Juni 1998: Nach dem Bruch eines Radreifens prallen im
niedersächsischen Eschede mehrere Waggons eines ICE bei Tempo 200
gegen eine Straßenbrücke. 101 Menschen sterben.