nach oben
Künstler am Herd:  Spitzenkoch Harald Wohlfahrt verteidigt seine Führung.
Künstler am Herd: Spitzenkoch Harald Wohlfahrt verteidigt seine Führung. © dpa-Archiv
16.11.2009

Die Nummer eins heißt Harald Wohlfahrt mit Traube Tonbach

MÜNCHEN/BAIERSBRONN. Für die Kritiker des Restaurant-Führers „Gault Millau“ bleibt Harald Wohlfahrt der Inbegriff für Kochkunst. Erneut erhielt der Küchenchef der Traube Tonbach in Baiersbronn 19,5 von 20 Punkten.

Ebenso hoch wie Wohlfahrts „Schwarzwaldstube“ im Kreis Freudenstadt werden in der gestern in München vorgestellten neuen Deutschland-Ausgabe des „Gault Millau“ bundesweit nur Helmut Thieltges (Dreis in der Südeifel) und Joachim Wissler (Bergisch Gladbach) eingestuft.

Von den 110 besten deutschen Köchen, die mit 17 bis 19,5 Punkten bewertet sind, stehen 20 in Baden-Württemberg am Herd. Dies bedeutet Platz 1 in der kulinarischen Hitliste vor Nordrhein-Westfalen (18), Bayern (17) und Berlin (11).

Hinter Wohlfahrt verteidigten sechs Südwest-Köche ihre 18 Punkte: Josef Bauer vom „Landgasthof Adler“ in Rosenberg (Ostalbkreis), Albert Bouley vom „Waldhorn“ in Ravensburg, Bernhard Diers von der „Zirbelstube“ im Hotel am Schlossgarten Stuttgart, Claus-Peter Lumpp vom Restaurant „Bareiss“ in Baiersbronn-Mitteltal, Wolfgang Raub in Kuppenheim (Kreis Rastatt) und Jörg Sackmann vom „Schlossberg“ in Baiersbronn-Schwarzenberg.

17 Punkte für „Hammerschmiede“

Auf 17 Punkte steigerten sich Armin Karrer vom „Hirschen“ in Fellbach (Rems-Murr-Kreis), Markus Philippi vom „Casala“ in Meersburg (Bodenseekreis), Patrick Spies von der „Villa Hammerschmiede“ in Pfinztal (Kreis Karlsruhe) und der im Vorjahr „wegen mancher Durchhänger“ abgewertete Rolf Straubinger von „Burg Staufeneck“ in Salach (Kreis Göppingen).

Das „Menü des Jahres“ kreierte Henry-Oskar Fried von der „Köhlerstube“ in Baiersbronn-Tonbach. Melanie Wagner („Schwarzer Adler“ in Vogtsburg am Kaiserstuhl) wurde als „Sommelier des Jahres“ ausgezeichnet; Kochschule des Jahres ist der „Adler“ in Lahr (Ortenaukreis). Im Vergleich zum Vorjahr nahm der „Gault Millau“ acht Restaurants neu auf, 22 wurden höher, 24 niedriger bewertet; acht Küchenchefs verloren die begehrte Kochmütze.lsw