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Aufgeräumt: In Stuttgart hat es wieder einmal eine große Abschleppaktion von Polizei und Ordnungsamt gegeben. 
Aufgeräumt: In Stuttgart hat es wieder einmal eine große Abschleppaktion von Polizei und Ordnungsamt gegeben.  © Symbolbild: dpa
11.01.2013

Die etwas andere Kehrwoche: Große Abschleppaktion der Stuttgarter Polizei

Wer als Bahnkunde mit Stuttgart in Berührung kommt, wird des teildemontierten Hauptbahnhofs wegen die Landeshauptstadt nicht unbedingt als aufgeräumt bezeichnen. Ob sich da in nächster Zeit Entscheidendes verändern wird, ist noch fraglich. Auf den Straßen in der Innenstadt allerdings scheinen Polizei und Amt für öffentliche Ordnung konsequent das Ziel zu verfolgen, die City von Falschparkern freizuräumen. Wie zuletzt bei der großen Abschleppaktion in der Nacht auf Freitag.

Polizeibeamte der Verkehrsüberwachung und ein Angehöriger des Amts für öffentliche Ordnung der Stadt Stuttgart haben in der Nacht von Donnerstag auf Freitag insgesamt 60 Fahrzeuge abschleppen lassen. Bei dem Einsatz konzentrierten sich die Beamten in der Zeit von 20 bis 2 Uhr hauptsächlich auf Falschparker in Brandschutz- oder Fußgängerzonen sowie auf Fahrzeuge, die widerrechtlich auf Behindertenparkplätzen abgestellt waren.

Eine Stuttgarter Polizeisprecherin verwies gegenüber PZ-news darauf hin, dass in der Stuttgarter Innenstadt gerade zu diesem Zeitraum viele Lokale und Veranstaltungsstätten besonders stark frequentiert seien. Entsprechend knapp sei daher der Parkraum und entsprechend groß die Versuchung, das Auto auf Behindertenparkplätzen oder in Brandschutzzonen abzustellen.

In der Pforzheimer Innenstadt, so Ordnungsamtsleiter Wolfgang Raff, würden diese Probleme nicht so massiv auftreten. Das Vergnügungszentrum habe sich zum einen auf die Wilferdinger Höhe verlagert, zum anderen könne zumindest eine Innenstadt-Disco ein Parkhaus in unmittelbarer Nähe aufweisen. Der Pforzheimer Polizeisprecher Frank Otruba kann sich nicht daran erinnern, dass es schon einmal in Pforzheim eine große, mehrstündige Abschleppaktion gegen Falschparker gegeben habe.

Natürlich kontrolliere man regelmäßig und natürlich werde auch im Notfall abgeschleppt, erklärte Raff, aber solche Schwerpunktaktionen wie in Stuttgart seien in Pforzheim nicht nötig. Allerdings behalte man bei Befahrungen von Problembereichen mit großen Feuerwehrautos die Situation auf den Rettungswegen im Blick.

In Stuttgart geht es Parksündern aber nicht nur auf der Straße an den Geldbeutel. Ende November ließ die Polizei aufgrund der chaotischen Parksituation in einem Parkhaus an der Alten Untertürkheimer Straße in Bad Cannstatt zwischen Donnerstagmorgen und Freitagnachmittag rekordverdächtige 42 Fahrzeuge abgeschleppen lassen.

Die Parksituation in dem Parkhaus wurde über mehrere Wochen beobachtet. Bei einer Begehung durch die Berufsfeuerwehr wurde festgestellt, dass Fluchtwege, Notausgänge und Brandschutztüren zugeparkt waren. pol/tok