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Für drei Männer hat das Absetzen von gefälschten Rubeln im Raum Stuttgart schwere Konsequenzen.
Für drei Männer hat das Absetzen von gefälschten Rubeln im Raum Stuttgart schwere Konsequenzen. © dpa
03.01.2012

Falsche Rubel aus der Türkei in Stuttgart vertrieben

Zwei türkischen sowie einem griechischen Staatsangehörigen wird vorgeworfen, seit Beginn des Jahres 2011 insgesamt rund zehn Millionen gefälschte russische Rubel aus einer Druckerei in der Türkei besorgt zu haben, um diese im Großraum Stuttgart abzusetzen. Sie wurden, wie die Polizei erst jetzt mitteilt, Ende Dezember dem Haftrichter vorgeführt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befinden sich mittlerweile insgesamt fünf Geldfälscher in Haft. Bereits im Juli 2011 nahmen die Ermittler eine 43 Jahre alte mutmaßliche Falschgeld-Veräußerin im Großraum Esslingen fest, als sie versucht hatte, Rubelblüten abzusetzen. Dabei waren mehrere Millionen russische Rubel-Fälschungen mit einem Nennwert von über 200.000 Euro sichergestellt worden. Kurze Zeit später nahmen die Fahnder einen 45-jährigen Komplizen am Stuttgarter Flughafen unmittelbar nach dessen Einreise ins Bundesgebiet fest.

Umfangreiche Ermittlungen führten die Beamten nun auf die Spur der drei weiteren festgenommenen Tatverdächtigen im Alter von 44 bis 47 Jahren. Die zentralen Ermittlungsergebnisse aus Stuttgart waren darüber hinaus Grundlage für weitere internationale Aktionen.

In enger Zusammenarbeit der Stuttgarter Kriminalpolizei und dem Bundeskriminalamt in Wiesbaden konnten die im Stuttgarter Verfahren gewonnenen Erkenntnisse im Oktober 2011 in die Türkei übermittelt werden. Hierauf eingeleitete Maßnahmen führten dort zu einer größeren Polizeiaktion, in deren Verlauf eine Druckerei ausgehoben, mehrere Wohnungen durchsucht und weitere Personen festgenommen wurden. Zudem wurden dort auch größere Mengen gefälschte Rubel-Banknoten beschlagnahmt. pol