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© Symbolbild: dpa
07.08.2017

Gambier nach Messerattacke im ICE in Untersuchungshaft

Karlsruhe. Nach einer Messerattacke in einem ICE der Bahn zwischen Offenburg und Karlsruhe ist ein Mann in Untersuchungshaft gekommen. Der aggressive 27-Jährige hatte einen Fahrgast angegriffen, der ihn beruhigen wollte, wie die Staatsanwaltschaft am Montag mitteilte.

Mit einem Küchenmesser stach der 27-jährige, aus Gambia stammende Asylbewerber am Samstag um 18.50 Uhr auf einen 38-jährigen ICE-Fahrgast ein, der den aggressiv gestimmten Gambier beruhigen wollte und dafür Verletzungen an Schultern, Händen und Oberschenkel erlitt. Der Gambier war in Offenburg zugestiegen und konnte keinen Fahrausweis vorweisen. Ein Zugbegleiter hatte ihn daher gebeten, den Zug in Baden-Baden wieder zu verlassen. Nach dessen Weigerung verständigte ein Zugbegleiter die Bundespolizei, worauf der Betroffene zunächst laut wurde, Mitreisende beleidigte und diese mit Fäusten bedrohte. Seine Aggressivität steigerte sich so sehr, dass er plötzlich aus seinem Rucksack ein Küchenmesser und eine Glasflasche zog, die er sogleich zerbrach. Als ihn der 38-jährige Fahrgast beruhigen wollte, ging der 27-Jährige - in einer Hand den abgebrochenen Flaschenhals und in der anderen das Messer - auf den Fahrgast los. Der wiederum erlitt bei der Messerabwehr diverse Verletzungen an Schulter, Händen und Oberschenkel.

Letztlich war der 27-Jährige mit Unterstützung des Zugbegleiters wieder soweit zur Vernunft zu bringen, dass er beim nächsten Halt am Karlsruher Hauptbahnhof von Beamten der Bundespolizei widerstandslos festgenommen werden konnte.

Die weiteren Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung gegen den bereits polizeilich auffällig gewesenen Mann führen nunmehr die Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei Karlsruhe. Der Asylbewerber kam nach einem Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe am Sonntag in Untersuchungshaft.

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