Wegen Gülle in einem Fluss im Kreis Sigmaringen sind zahlreiche Fische gestorben. Ein Bach und der Fluss Ostrach wurden nach Angaben der Polizei auf einer Strecke von fünf Kilometern verunreinigt. Aufgefallen sei die Verunreinigung in Ostrach am Montagnachmittag. Laut Polizei sind Fische mit einem Gesamtgewicht von mindestens 100 Kilogramm verendet. Behörden und Polizei hatten demnach viele tote Döbel, Barben und Weißfische gefunden. Sie waren am Montagnachmittag verständigt worden. Mitglieder des Fischereivereins fischten die toten Tiere ab.
Jauche läuft aus
Nach ersten Erkenntnissen hatte ein 33 Jahre alter Mann am Sonntag auf einem Feld in der Nähe Gülle ausgebracht. Mutmaßlich wegen eines technischen Defekts verlor er dabei eine unbekannte Menge Jauche, die in einen Bach und in die Ostrach lief. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung.
Die Feuerwehr sorgte für eine Aufbereitung des Wassers. Der Bach sei kurzzeitig aufgestaut und Verunreinigungen seien ausgebaggert worden, teilte das Landratsamt Sigmaringen mit. Zudem sei sauberes Wasser in den Bach gepumpt worden, um den Sauerstoffgehalt des Wassers zu erhöhen. Wie schnell sich das Gewässer von der Belastung erhole, sollten weitere Beobachtungen zeigen, so das Landratsamt.
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