Auch Schülerinnen und Schüler an beruflichen Schulen und in der Oberstufe von Gymnasien können hitzefrei bekommen - sofern sich die Schulleiter dafür entscheiden. Nach Angaben des Kultusministeriums gibt es kein Hitzefreiverbot für diese Gruppen, den Schulleitungen komme ein Entscheidungsspielraum zu. Zuvor hatte die «Südwest Presse» berichtet.
Zuletzt hatte es Irritationen um die Hitzefrei-Regeln für ältere Schüler und die an Berufsschulen gegeben. Bisher hieß es in einer Handreichung des Ministeriums zwar auch schon, dass die Schulleitungen in eigener Zuständigkeit darüber entscheiden könnten, ob und unter welchen Bedingungen Hitzefrei gegeben werde. In einem Katalog an Kriterien, an denen sich die Schulleiter orientieren sollten, hieß es dann aber: «Hitzefrei gibt es nicht für die beruflichen Schulen und nicht für die gymnasiale Oberstufe.» Viele Schulleitungen hatten das Medienberichten zufolge als Verbot interpretiert.
Nach der letzten Hitzewelle hatte Kultusminister Andreas Jung (CDU) angekündigt, die Vorgaben für Hitzefrei grundsätzlich überarbeiten zu wollen - und auch verbindlicher zu gestalten. Schulen sollten nach seiner Vorstellung ab einer bestimmten Temperatur nicht nur Hitzefrei geben können, sondern sie sollten es dann auch tun. Zudem solle die ausschlaggebende Temperatur nicht mehr auf dem Schulhof, sondern im Klassenzimmer gemessen werden.
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